Muddies, vergesst eure Freundinnen nicht.

Sorry für den Oberlehrer Zeigefinger im Titel. Aber es geht nicht anders.

Wie komme ich darauf? Jetzt am Wochenende steht unser alljährliches Weihnachtsessen an. Wir vier Mädels, mittlerweile verstreut in alle Himmelsrichtungen, nehmen uns einen Tag Zeit für uns. Wir treffen uns schon am Nachmittag, kochen, reden, trinken das eine oder andere Gläschen Wein. Es ist ein Fest. Natürlich ist es nicht das einzige mal im Jahr, dass wir uns hören und sehen. Aber es führt mir einmal mehr vor Augen, wie sehr ich diese drei Mädels und meine anderen engen Freundinnen liebe und schätze.

Jetzt denkt ihr euch vielleicht: schön für dich. So what?!

Als Noah geboren wurde, stand die Zeit still. Alles war plötzlich anders. Und alles worauf ich mich konzentrieren konnte und wollte war dieses perfekte kleine Wesen, dass da in meinen Armen lag. Die ersten Wochen waren dann gleichzeitig zauberhaft wie auch anstrengend, unfassbar anstrengend. Unser Kleiner war kein “Schlafbaby”. Er hat ewig gebraucht um loszulassen und einzuschlummern. Nachts war er alle anderthalb bis zwei Stunden wach. Tagsüber hat er nie länger als 20 bis 30 Minuten am Stück geschlafen. Das ist allen Hormonen zum Trotz sehr aufreibend. In diesen ersten Wochen war ich so auf den Kleinen, auf mich, auf uns fokussiert, dass meine Freunde wohl sicher das eine oder andere Mal zu kurz kamen. Aber auch das macht Freundschaft aus: für meine Mädels war das verständlich. Sie waren für mich da. Sie haben sich so sehr mitgefreut und waren an meiner Seite.

Irgendwann ist es dann aber trotz allem Familienglück an der Zeit auch zu sagen: du bist nicht die einzige, die viel um die Ohren hat.

Nimm dir die Zeit, eine Freundin anzurufen und einfach mal zu fragen: “Hey, wie geht es dir eigentlich? Ich meine so wirklich?”

Müdigkeit ist keine Ausrede. Die Müdigkeit wird irgendwann weniger oder man gewöhnt sich daran. Platt bin ich fast jeden Abend trotzdem. Dann ist es auch manchmal einfach Beziehungsarbeit, das Handy in die Hand zu nehmen und sich noch eine Stunde oder mehr nur der Freundin zu widmen. Aber sie hat es verdammt noch mal verdient.

Telefonieren, regelmäßig schreiben oder Sprachnachrichten austauschen: egal wie man es macht – wer Zeit und Interesse in Freunde investiert, der kriegt es tausendfach entlohnt.

auszeit mit FreundinnenIch versuche mich auch zu bremsen und nicht nur über Windeln, Kita und Co zu reden. Klar, für mich ist das gerade mein hauptsächlicher Lebensinhalt. Es ist ja auch okay, darüber zu reden. Aber eben nicht nur. Ich kann nämlich sehr gut nachvollziehen wie unfassbar langweilig das für Mädels ohne Kiddies auf Dauer sein muss. So als würde mir jemand eine Stunde lang etwas über Formel-1 oder die Schlagerhitparade erzählen. Na, vielleicht ist es nicht ganz so schlimm. Aber ihr wisst was ich meine.

Was ich euch auch nur ans Herz legen kann, ist eine Auszeit mit euren Mädels – ohne Minis. Wenn ihr soweit seid, dann lasst doch einfach mal los. Ihr wisst doch, wie unfassbar toll euer Mann, Partner oder die Familie mit euren Kleinsten umgehen. Vielleicht ist gerade das manchmal das schwerste für uns, obwohl es uns so gut tut: wir sind nicht unabkömmlich. Zumindest nicht vollkommen. Probiert es aus und taucht ab in ein verlängertes Wochenende. Oder für den Anfang vielleicht nur einen schönen langen Wellnesstag.

Als Freundinnen so richtig Zeit füreinander zu haben, auch mal Nonsense zu labern, gemeinsam zu reisen und dabei Dinge zu erleben oder nur schweigend nebeneinander in Magazinen zu blättern – das stärkt eure Freundschaft unermesslich.

Gute Freundschaften sind Balsam für die Seele. Eine Auszeit mit so wertvollen, einzigartigen Menschen füllt Energie- und Glücksreserven auf. Es ist ein Geben, ein Nehmen und nicht zuletzt ist es ein Teilen.

 

 

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