Tipps für Bahnreisen mit Baby und Kleinkind

Weihnachtszeit ist Reisezeit – zumindest für uns. Leider führen wir eine Familienfernbeziehung. Unser Kleiner ist also schon ganz früh, mit sechs Wochen, zum ersten Mal mit mir im Zug gefahren. Mein Lieblingsreisemittel mit Baby war und ist definitiv die Bahn – mal abgesehen davon, dass Kinder bis 6 Jahre kostenlos mitfahren, ist es für mich die Entspannteste aller Varianten. Mittlerweile hab ich ein paar Sachen für mich gelernt, die ich gerne an euch weiter geben will. Jedes Kind ist anders und nicht bei allen werden diese Tipps hilfreich sein. Aber falls doch, freu ich mich! Ich wünsche euch auf alle Fälle entspannte Reisen und eine wunderbare Weihnachtszeit…

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Immer wieder erlebe ich bei Bahnreisen, dass sich Eltern ohne Platzreservierung mit Sack und Pack durch die Gänge schieben. Der Stress steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Ich würde auf längeren Fahrten immer einen Platz reservieren, gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Nutzt den Vorteil der Familienreservierung: Zwei Plätze kosten 9 Euro – fünf Plätze aber auch. Falls es sehr voll wird, mache ich die Plätze zwar trotzdem frei, aber ich habe ein bisschen mehr Platz für alles, was man so rumschleppt.

img_4721Ich reserviere immer im Abteil. Wenn möglich sowieso im Kleinkindabteil, die sind aber meistens schon früh ausgebucht. Zweite Wahl ist der Familienbereich. Dort sieht es zwar im Grunde ganz “normal” aus, aber man trifft mehr Gleichgesinnte und hilfsbereite Eltern, bzw. weniger von Kindern genervte Mitreisende. Wenn da auch ausgebucht ist, dann versuche ich auf alle Fälle ein Abteil zu bekommen: die Ruhe macht es möglich, dass die Kleinen auch mal eine Weile entspannt schlafen. Und Krabbelbabies können sich etwas freier bewegen.

Bei der Buchung bevorzuge ich Fahrten ohne Umstieg. Wenn ein Umsteigen unvermeidbar ist, dann plane ich lieber etwas mehr Zeit dafür ein. Das kann man schon bei der Buchung eingeben.

Meine Merkliste fürs Handgepäck

Davon abgesehen, dass ich auf diesen Reisen das Gepäck so knapp wie möglich halte, hat sich für den Kleinen beim Packen auch Folgendes bewährt:

  • Ich nehme ein kompaktes Lieblingsspielzeug mit und eine neue Sache, die er noch nicht kennt und die er auf der Bahnfahrt zum ersten Mal erkunden kann. Er mag zum Beispiel die kleinen Pixie Bücher wahnsinnig gerne. Praktisch sind auch kleine Stapelbecher aus dem Drogeriemarkt.
  • Wenn er einschläft, fühlt es sich für mich komisch an, ihn mit dem Gesicht direkt auf den Sitz zu legen, den so viele Popos schon platt gedrückt haben. Deshalb nehme ich immer ein oder zwei Moltontücher als Unterlage mit – auch zum Wickeln.
  • Die Klimaanlage in Zügen ist vollkommen unberechenbar, außerdem zieht es an allen Ecken. Ich nehme immer eine leichte Wolldecke und ein leichtes Jäckchen sowie Hausschuhe für den Kleinen mit. Als Noah noch ein kleineres Baby war, habe ich ihm im Zug auch immer ein leichtes Mützchen angezogen.
  • Beim Proviant packe ich nur Lieblingssachen ein. Da darf es ausnahmsweise auch mal ein Quetschie nach dem anderen geben.
  • Sehr praktisch für unterwegs finde ich ein extra Satz Feuchttücher zum Hände abwischen. Außerdem hab ich immer kleine Müllbeutelchen für Windeln, Abfälle und Co dabei.
  • Ein Satz Wechselkleidung und Wickelsachen sind eh klar.

img_4086Zum Schlafenlegen und auch ganz generell hat es sich total bewährt, eine Babytrage (Manduca oder Ähnliches) oder ein Tragetuch statt eines Buggy zu verwenden. Gerade jetzt, wenn die Züge wieder super voll sind, ist es oft Stress pur, einen okayen Platz für den Kinderwagen zu suchen. Mit der Babytrage habt ihr die Hände frei und ihr spart Platz.

Ach und zum Schluss noch ein absolutes No Go: als regelmäßige Bahn Fahrerin nerven mich laut abgespielte Kinderfilme auf iPads total. Ich verstehe, wenn Eltern sich entspannen können, weil die Kiddies vor den Tablets gebannt schweigen. Aber der Kinderfilm- oder Spielesound ist deutlich störender als es Kindergequatsche oder -lachen je sein könnte.

 

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