25 total gute und logische Gründe für einen Trotzanfall

So klein und schon so selbstständig. Meistens.

Heute ist das Kindchen ein kleiner Charmebolzen. So niedlich. So fröhlich. Durchatmen – die harte Phase der letzten paar Zorntage ist scheinbar für den Moment überstanden. Damit hab ich endlich Zeit und Ruhe um durchzuatmen und eine kleine Retrospektive der besten Gründe für Zorn- und Trotzanfälle der letzten Tage zu erstellen. Trotzen ist ja eine ganz wichtige Sache für kleine Große. Ich hab über meinen Zornigel schon vor einer Weile mal geschrieben.

Die Idee für “25 total gute und logische Gründe für einen Trotzanfall” kommt vom wunderbaren Blog “Hallo liebe Wolke”. Susanne hat nämlich Anfang des Monats eine Blogparade gestartet. Schon über 1000 Gründe hat sie gesammelt.

Momentan läuft das so ab.

“Ich kann doch schon alles alleine. Warum müssen mich die Eltern immer dabei stören?”

Auslöser > Das Kind wird stumm und bewegt sich nicht mehr – hier gibt es, wenn man Glück hat, noch die Chance das Ruder rumzureißen. > Gelingt das nicht, guckt sich der kleine Wüterich um und wirft alles entschlossen auf den Boden, was nicht niet- und nagelfest ist. Dann rutscht das stumme Kind immernoch still wie ein Lappen auf den Boden, legt sich auf den Rücken und guckt an die Decke. Die Zornstufe 1 ist für mich durchaus erträglich, zumal er sich meistens nach einigen Minuten von alleine wieder fängt. Zugegebenermaßen sieht das auch einfach ein bisschen sehr ulkig aus. Aber das zeige ich ihm nicht. In extremen Fällen folgt die Zornstufe 2. > Zornstufe 2 ist großer, großer Schmerz, sterbender Schwan, Operdiva, Trauer und ganz viel laut. Nicht so gut. Mir zerreißt es in der Regel das Herz vor Mitleid, wenn ich einen geduldigen Tag habe. Wenn ich selbst keinen guten Tag habe, dann stresst mich das einfach nur ganz wahnsinnig. Aber trotzdem fahre ich nach wie vor am besten damit, einfach ruhig zu bleiben und ihn zu lassen, bis er wieder halbwegs ansprechbar ist.

Das Ding ist, meistens kann ich ihn ja wirklich ein bisschen verstehen. Aus seiner Perspektive sind die dummen Grenzen, die ich manchmal setze, total unlogisch. Und wieso darf er manche Dinge nicht haben, ich aber schon? Dazu kommen eigene Grenzen, die ihm sein Körper und sein Alter eben nun mal setzen. Das frustriert manchmal ganzschön und ich kann es wirklich total nachvollziehen.

Hier nun Noahs TOP 25:

  1. Er will einen Kugelschreiber haben – ich wollte ihm eigentlich keinen geben. Weil der ist ja spitzig und giftig und sowieso und überhaupt.
  2. Ich knicke ein und gebe ihm das Ding. Er “schreibt” für eine ganze Weile und fängt dann an, die Möbel und seine Hand zu verschönern. Der Stift kommt wieder weg. Ganz ehrlich, ich verstehe seinen Zorn. Aber ist der Damm zum Quatsch machen einmal gebrochen, gibt es in der Regel keinen Weg mehr zurück zum brav auf Papier malen. Mit Wachsstiften ist mir das nicht so wichtig. Aber Kuli… Nenenene…
  3. Vor allem in den Abendstunden will der kleine Große am liebsten durchgehend auf meinem Arm sein. Aber einhändig kochen ist stellenweise nicht so easy. Wenn ich was schneiden muss, setze ich ihn kurz ab. Big, big drama.
  4. Anziehen – nicht cool.
  5. Er versucht sich selbst anzuziehen. Schafft es nicht. Gar nicht cool.
  6. Ich bitte ihn, seinen Ball nicht mit Vollkaracho auf die Zimmerpflanze zu werfen. Spießermuddie.
  7. Er darf nicht mit Anlauf die 15 Stufen vor der Haustür runter rennen. Helikoptermuddie.
  8. Unsere Interessen stehen sich generell manchmal diametral gegenüber. Er findet es zum Beispiel sinnvoll, Seiten aus meinem Buch zu reißen. Ich hab den Sinn darin noch nicht so gefunden. Die Folge: Beef.
  9. Ich lese ihm ein Buch vor. Scheinbar das Falsche.
  10. Ich kann gerade nicht vorlesen.
  11. Er will (mehr) Rosinen. Die kleinen teuflischen Dinger. Gestern wollte er welche, aber ich hatte gar keine dabei. Uff.
  12. Manchmal weiß ich auch gar nicht recht, was der Auslöser ist. Irgendwas scheine ich falsch zu machen. Sehr sehr falsch.
  13. Schlimm ist auch, wenn man ihn nicht direkt versteht oder auch länger falsch versteht. Er kann ja schon beachtlich vor sich hinplappern, auch ganze Sätze fließend. Aber manchmal gibt es immernoch einzelne Wörter, die klingen für mich wie aus einer anderen Welt. Da fehlt ihm dann die Geduld mit mir.
  14. Die geliebten Bausteine hole ich im Moment eher selten aus dem Versteck. Es geht immer ziemlich fokussiert und gut los. Und irgendwann verärgert ihn irgendwas, meistens die Schwerkraft, so fundamental, dass die Holzteile wie Wurfgeschosse kreuz und quer durch die Wohnung fliegen.
  15. Noah braucht immer so 20 Minuten um mit neuen Umgebungen warm zu werden. Zum Beispiel auf dem Spielplatz. Sich dann aber irgendwann wieder davon zu lösen und nach Hause gehen? Sinnlos.
  16. Es soll in die Badewanne.
  17. Es soll aus der Badewanne.
  18. Eine Zeit lang haben ihn seine Spielseidentüchlein wahnsinnig gemacht. Also wirklich wahnsinnig wahnsinnig. Weil sie nicht wollen, wie er will. Weil er zum Beispiel auf ein Ende steigt und es total beknackt findet, dass es dann klemmt. Wird momentan ebenfalls ganz unten versteckt.
  19. Er will, dass man etwas aufmacht. Es ist aber schon offen.
  20. Er will, dass man etwas aufmacht. Aber ne volle Wasserflasche geht aus unerfindlichen Gründen plötzlich nicht auf. Nichtmal Papa schafft es. Mann, muss die schwer zu sein.
  21. Es soll ins Bett gehen. Das Kind entwickelt Superkräfte und Krakenarme, wenn es darum geht, ihn dann umzuziehen und zu wickeln.
  22. Alle Feuchttücher aus der Packung ziehen? Mega. Was die Mutter mal wieder für ein Problem damit hat?
  23. Alle Klorollen abwickeln und das Papier in kleine Stücke reißen? Meeeeega. Die Mutter ist der Spielverderber.
  24. Überhaupt – das Klo. Ein magischer Anziehungspunkt voller Zauber und Magie. Allein die Klobürste… Herrlich. Keine Ahnung, was die Eltern für ein Problem damit haben.
  25. Eigentlich macht ihn alles super zornig, was ihn aus seinem Trott, seinen Vorhaben, seinem Willen reißt. Wie gesagt – ich kann ihn gut verstehen. Geht mir auch so.

 

 

 

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