Mum des Monats: Rechtsanwältin und TV Expertin Lisa

Die Mama, die ich diesen Monat vorstellen will, ist etwas ganz Besonderes – zusammen mit neun anderen Frauen ist sie eine derjenigen, die ich im Geburtsvorbereitungskurs vor nunmehr zwei Jahren kennen gelernt habe. Was für ein Glücksgriff, dieser Kurs. Am Anfang beäugten wir uns zurückhaltend, vorsichtig und hielten uns an unsere Begleiter, die Männer. Im nächsten oder übernächsten Kurs waren wir dann unter uns Frauen. Ein unvorstellbares Geschnatter. Während wir uns in Begleitung unserer Männer auf unseren Matten aufhielten, am Rande des Raums, versammelten sich nun alle kugelbäuchigen Mum-to-be munter schwatzend in der Mitte des Zimmers. Was wir da noch nichts ahnten: die Chemie zwischen uns stimmte. Und zwar so sehr, dass wir uns auch heute noch in regelmäßigen Abständen treffen – mit und auch ohne die Minis.

Eine dieser wunderbaren Menschen, die Noah indirekt in mein Leben gebracht hat, ist eben nun Lisa. Sie ist Fachanwältin für Strafrecht (www.kanzlei-LMC.de) und vielleicht kommt euch ihr Gesicht bekannt vor. Ab und zu ist sie als Expertin für RTL zu sehen, zum Beispiel hier: http://rtlnext.rtl.de/

Ich freue mich, dass sie mir ein paar Fragen beantwortet hat, zu ihrem Alltag als selbstständig arbeitende Mama und zu den Momenten, in denen ihre kleine Tochter sie zum Lächeln bringt.

Irgendwie geht es immer. Das kennt jede berufstätige Mutter.

Mum & still me: Du arbeitest selbstständig als Rechtsanwältin und bist immer wieder als Expertin im Fernsehen in Aktion  – ist das mit Kind gut zu bewerkstelligen?

Lisa: Ja ist es – es sei denn zu viele Termine ziehen sich bis spät in den Tag hinein, die Kita hat zu oder mein Kind ist krank. Also immer mal wieder. Aber irgendwie geht es immer, muss es ja. Das kennt jede berufstätige Mutter. Mein Mann und ich sind beide beruflich selbständig – so lässt sich fast alles irgendwie lösen wenn man als Team arbeitet. Ein großes Glück. Und in meinem Beruf lässt sich notfalls auch mal zuhause eine Spätschicht einlegen, wenn alles wieder ruhig ist und die Kleine schläft.

Mum & still me: Was war das Thema, zu dem du nach einem deiner TV Kommentare bislang am meisten Rückmeldung von Zuschauer*innen erhalten hast?

Lisa: Das war tatsächlich das oben verlinkte Interview über die rechtlichen Folgen im Fall des Versterbens beider Eltern. Kein schönes Thema, aber ein wichtiges. Und eines, was viele Menschen berührt, weil man über solche Dinge natürlich nicht gerne nachdenkt. Da tauchen dann plötzlich Fragen auf, die man schnell beantwortet haben will. Anders als beispielsweise bei einem TV-Beitrag über eine Schlägerei unter Prominenten auf dem Wiener Opernball.

Strafprozesse faszinieren mich mehr als allgemeine Rechtsthemen. Ich lese neue Akten wie ein Buch.

Mum & still me: Welches Thema hat dich bis jetzt am meisten berührt?

Lisa: Das kann man so nicht sagen. Im Grunde gilt auch bei TV-Beiträgen das, was auch in meinem Beruf als Strafverteidigerin gilt – es wäre ein Fehler, alles, womit man sich beruflich beschäftigt, auf sich selbst zu projizieren. So wie ein Student, der im Medizinstudium alle Krankheiten durchlebt. Natürlich kann man seine persönlichen Empfindungen gegenüber bestimmten Themen nicht ganz abstellen, aber man kann lernen, eine professionelle Distanz zu halten, das gilt ja für viele Berufe.
Strafprozesse faszinieren mich jedenfalls mehr als allgemeine Rechtsthemen. Ich lese neue Akten wie ein Buch, oft kann ich sie erst wieder weglegen wenn ich sie bis zum Ende gelesen habe. Manche Fälle beschäftigen einen unentwegt bis sie endgültig entschieden sind – und darüber hinaus. Trotzdem darf man in der Verhandlung das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren.

Am meisten freue ich mich wenn wir sie zum Lachen bringen.

Mum & still me: Wie bringt dich deine kleine Tochter zum Lächeln?

Lisa: Der Alltag mit meiner Tochter bringt ständig Situationen mit, die mich zum Lächeln bringen. Gestern z.B. hab ich sie auf dem Arm ins Bett gebracht, da hat sie mir die Augen gerieben und ganz ernsthaft gesagt “Mama auch müde”. Ich liebe es auch meiner Tochter und ihrem Papa bei allem was sie tun zuzuschauen – diese ganz eigene Dynamik zwischen den beiden zeigt mir oft Seiten an ihr, die ich sonst nicht so sehe. Am meisten freue ich mich wenn wir sie zum Lachen bringen. Das macht echt süchtig….

Mum & still me: Was spielt die Kleine zur Zeit am liebsten mit dir?

Lisa: Verstecken, Singen, Tanzen, Parkett bemalen, Bücher bemalen, Hände bemalen, Gesicht bemalen, Mama bemalen, kochen, einkaufen und Bücher angucken. Und der Dauerbrenner: kitzeln!

Ganz ohne Stress geht’s nicht, aber das geht es ja im Normalfall auch ohne Kind nicht.

Mum & still me: Gibt es etwas, was du anderen selbstständig arbeitenden Mums-to-be gerne mit auf den Weg geben würdest?

Lisa: Es wird einem ja nicht ganz leicht gemacht: Laufende Kosten wie Krankenkassenbeiträge, Kitaplatzsuche, Kundenstamm halten, eine Auszeit nehmen und bei allem irgendwie trotzdem dran bleiben. Um nur ein paar Hürden zu nennen. Ich denke es zahlt sich tatsächlich aus, sich lieber früher als später um die Dinge zu kümmern, die getan werden müssen: Elterngeld und Kitagutschein beantragen, Office-Organisation während der Elternzeit klären, nicht erst kurz vor knapp einen Kitaplatz suchen. Das erspart einiges an Stress. Ganz ohne Stress geht’s nicht, aber das geht es ja im Normalfall auch ohne Kind nicht.
Selbständigkeit bringt ja umgekehrt auch viele Vorteile mit sich, allen voran die flexiblere Arbeitszeit. Klar geht der Arbeitstag für mich dann auch mal weiter, wenn andere Feierabend haben – das geht Eltern in Festanstellung aber auch nicht immer anders. Und ich freue mich darüber, für meine Tochter da sein zu können.

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