Vom großen kleinen Glück

Bei vielen Blogs, da schließe ich mich nicht aus, ist der Aufbau eines Artikels häufig gleich: es gibt ein kleineres oder größeres Problem. Man schreibt über die Situation bei sich zu Hause und schlägt dann im Besten Falle ein paar Lösungsideen vor. Zum Beispiel, als ich übers Trotzen geschrieben habe.

Außerdem hab ich in meinen einigen, wenigen Monaten als Bloggerin festgestellt: je problematischer oder trauriger, desto mehr Leser*innen lesen den Beitrag. Es ist ihnen/euch nicht zu verdenken, denn gerade traurige Themen berühren und interessieren eben und die Blogbeiträge dazu können trösten, auffangen, stärken. Was dabei aber untergeht: das große kleine Glück, das ich im Leben mit dem Kindchen empfinde.

Das große kleine Glück

Es beginnt schon morgens. Na gut, wenn es so früh ist, wie gestern (5:50 Uhr – gähn…), dann pulsiert die Freude noch nicht wirklich in meinen Adern und braucht mindestens eine Tasse Kaffee um in Schwung gebracht zu werden. Aber da wacht dieses kükenflaumbehaarte, immer noch so unglaublich gut duftende Menschlein auf und freut sich, dass wir da sind. Fängt fröhlich an zu plappern, vergibt Küsschen, singt Lieder und steckt mich (meistens) mit seinem munteren Wesen an.

Das große kleine Glück versteckt sich aber auch in so unzählig vielen kleinen Alltagsmomenten.

Für Außenstehende nichts Besonderes, aber wenn Noah sich mit seinem Buch selbst aufs Sofa setzt und beginnt sich selbst “vorzulesen”, dann muss ich in dem was ich gerade getan habe inne halten, weil es so unfassbar rührend und putzig ist. Auch seine zunehmde Selbstständigkeit, seine sofortige Bereitschaft alles stehen und liegen zu lassen um mir bei irgend etwas helfen zu dürfen, seine kichernd gehauchten Schmetterlingsküsse –  sie lassen mein Herz schneller schlagen.

“Mein Mäuschen”, habe ich kürzlich zu ihm gesagt, als er sich am Sandkastenrand neben mich setze. Und er meinte: “Nein. Kein Mäuschen. Mama ist Mäuschen. Noah ist Fant (Elefant).”

Vollkommen unbedeutend, für so einen Blog, möchte man meinen. Für mich aber bedeuten diese Momente die Welt. Ich bestaune, bewundere dieses Kind. Die täglichen Entwicklungen, die er macht.

Da ist so viel Liebe, ganz tief in mir, einfach so.

Natürlich gibt es anstrengende Tage. Tage an denen ich ihm nichts recht machen kann. Tage voller bitterer Tränen. Tage an denen ich mich schwach fühle. Sie gehören dazu.

Aber daneben darf nicht verloren gehen, was für zauberhafte Momente wir zusammen haben und welches Wunder das Aufwachsen eines kleinen Kindes Tag für Tag bedeutet. Diese scheinbar unbedeutenden Momente, die uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern und die uns zu den reichsten und glücklichsten Menschen der Welt machen, die haben auch ihren Platz hier im Blog verdient.

 

 

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