Unser bestes Mittel gegen Baby’s Verstopfung und Blähungen

Habt ihr schonmal von Abhalten gehört? Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war ich skeptisch. Meine Hebamme Melanie hatte nach der schwierigen Geburt und unserem sorgenvollen Start ins gemeinsame Familienleben vorgeschlagen ein so genanntes Bondingbad zu machen.

Das Bondingbad ist eine Möglichkeit die emotionale Verbindung zwischen Mutter und Kind Tage oder Wochen nach einer traumatischen Geburt nachzuholen. Das Baby wird im warmen Wasser gebadet und danach der Mutter nackt und feucht auf die nackte Brust gelegt. Eingehüllt in warme Decken können Mutter und Kind ganz in Ruhe das Erlebnis der Ankunft nachholen.

(Quelle: http://www.windeln.de/magazin/schwangerschaft/geburt/das-bondingbad.html)

Aber in diesem Beitrag gehts ja nicht ums Baden, sondern um das, was Melanie davor mit Noah gemacht hat. Sie hat ihn abgehalten, damit der kleine Knopf mit etwas Glück nicht in die Badewanne kackert. Was das heißt? Sie hat ihn in den Kniekehlen gehalten, mit den Armen rechts und links gestützt, damit er nicht wegkippt, seinen kleinen Rücken an ihre Brust gelehnt. Durch diese Körperhaltung fällt es den Kleinen leichter, sich zu entleeren.

Ich hatte vorher schon von Eltern gehört, die ihre Babies windelfrei groß ziehen. Weltweit ist das üblich, in den meisten Ländern dieser Welt verwenden Familien keine Windeln, sondern achten auf die Signale ihrer Babies. Aber ich hab mir das fürchterlich anstrengend und unpraktikabel vorgestellt. Zumal gerade die Kleinsten ja gefühlt ständig Pipi oder groß müssen. Also hab ich das als “Aha, interessant – aber irrelevant.” abgelegt.

Fiese Blähungen und Koliken

Wochen später bekam Noah fiese Koliken, Blähungen und tat sich echt schwer sein großes Geschäft zu verrichten.

Wir haben es mit dem ganzen Repertoire versucht.

Bäuchlein Salbe, Fenchel-Kümmel-Anis Tee für mich Milchbar, Zäpfchen. Was man eben so macht. Das hat zeitweise auch gar nicht schlecht geholfen. Aber dann haben wir uns ans Abhalten erinnert – und haben es versucht.

Anfangs war ich ganz unsicher, ob ich ihn richtig halte und ob das auch wirklich Sinn macht. Ich hab mir nochmal Rat bei meiner Hebamme gesucht. Es war wirklich wie ein Knoten, der sich plötzlich löste. Es lief so einfach, Noah war erleichtert. Immer wenn er uns die Signale gegeben hat (ihr merkt das ganz schnell bei eurem Baby), sind wir mit ihm ins Bad und haben ihn anfangs über das Waschbecken, später über die Toilette gehalten.

Abhalten als Idee gegen Bauchweh bei Babys

Wir haben es nie versucht, ihn ganz windelfrei zu machen. Das war nichts für uns. Es ging uns einzig darum, dass Noah sich wohler fühlt. Dass das nebenbei noch ganz praktisch ist, ist ein schöner Sideeffect.

Weniger Bauchweh und Blähungen, kein wunder Po, keine übergelaufenen Windeln.

Und irgendwann wars einfach vorbei

Irgendwann mochte Noah das Abhalten nicht mehr. Er hat gezappelt und war plötzlich schwer dagegen. Damit war für uns diese Phase dann auch sofort vorbei. Muss ja nicht sein. Es ging uns ja nie darum, ihn zu Sauberkeit zu erziehen oder so. Aber für die Phase, in der er sich damit wohl gefühlt hat, was das wirklich Magic. Ich kann es jeder Familie wärmstens ans Herz legen, es zumindest einmal zu versuchen. Zumal es nichts kostet und so einfach umsetzbar ist.

Noch mehr Infos, wie man die Babys genau halten muss und was für Vorteile das Abhalten mit sich bringt, findet ihr hier:

Und wer doch lieber auf Windeln setzt – ganz am Anfang meiner Bloggerei, hab ich für euch drei verschiedene “Ökowindeln” getestet und verglichen:

Der Mum & still me Windel-Test

 

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