Mum des Monats: Lala Berlin Gründerin Leyla Piedayesh

Lala Berlin Gründerin Leyla Piedayesh im Interview // Photocredit: Nikolas Kantor

Photocredit: Nikolas Kantor

Lala Berlin hat eine ziemliche Erfolgsgeschichte hinter sich. Leyla Piedayesh entdeckte 2003 bunte Pulswärmer auf einem Berliner Flohmarkt und nahm daraus die erste Inspiration für ihr eigenes Strick-Label. Inzwischen ist Lala Berlin zu einer der prägendsten und weltweit bedeutendsten Berliner Modemarken geworden. Neben lässigem Strick gibt es inzwischen einen kräftig-bunten Materialmix, Prints und immer wieder kehrend das Kufiya Symbol zu sehen. Bekannt ist Lala Berlin auch durch die Kooperation mit Lana Grossa, bei der man Sets zum selbst stricken erhält.

Leyla Piedayesh ist aber nicht nur eine inspirierende, starke Frau und Künstlerin – sie ist auch Mama einer kleinen Tochter. Deshalb freue ich mich sehr, sie euch als meine Mum des Monats Juni etwas genauer vorstellen zu dürfen.

Mum & still me: Lala Berlin hat eine ganz schöne Erfolgsgeschichte hinter sich, vom kleinen Stricklabel zu einer der prägendsten und bedeutendsten Berliner Modemarken. Was bedeutet Mode für dich?

Leyla Piedayesh: Mode ist ein Medium der Individualisierung. Eine Momentaufnahme eines Prozesses kontinuierlichen Wandels. Mode, Musik, Politik – sind aufs engste miteinander verknüpft, aber heutzutage lässt sich schwer der epochale Zeitgeist in der Mode einer Generation entdecken.

Die immer stärker werdende Kommerzialisierung von Mode führt zu einer Art Egalisierung.

Mum & still me: Auf deiner Runway Show in Kopenhagen hast du mit der Message “I’m an Immigrant” für Aufsehen gesorgt. Mit den Stickereien und Patches “Change” und “Think” gibst du deinen Kleidungsstücken ebenfalls eine gesellschaftspolitische Note. Trotzdem findest du nicht unbedingt, dass Politik und Mode einher gehen sollten. Wieso?

Leyla Piedayesh: Ich denke nicht, das Mode und Politik zusammengehören, aber in Zeiten wie diesen, ist Mode auch Ausdruck einer Haltung.

Mir geht es nicht einzig allein darum schöne Mode zu präsentieren, mir persönlich geht es um mehr.

Insbesondere in diesen Zeiten, wo es darum geht, Identität zu zeigen. Insofern habe ich die Möglichkeit genutzt, im Rahmen meiner Show, die natürlich mit Mode zu tun hatte, meine politische Stimme zu erheben.

Mum & still me: Hat die Geburt deiner Tochter deine Arbeit und Arbeitsweise in irgendeiner Weise verändert oder beeinflusst?

Leyla Piedayesh: Auf jeden Fall. Zum Teil Inspiration aber vor allem viel Kraft nehme ich von meiner Tochter.

Mum & still me: Auch in der aktuellen Kollektion für Herbst und Winter gibts wieder den Kufiya-Print, daneben aber viel Leo und krachend leuchtende Farben zu sehen. Was hat dir als Inspiration gedient?

Leyla Piedayesh: Das übergreifende Thema war „Persian Punk“. Es wurden persische Elemente mit Einflüssen aus dem Punk der 80er Jahre gemischt. Lackleder trifft auf feinen Samt und Statement-Patches auf florale Prints, die wir originalen Perserteppichen entnommen haben.

Mum & still me: Zum Abschluss: Wenn du an der Zukunft selbst die Schräubchen drehen könntest – wie soll die Welt aussehen, in der deine Tochter als erwachsene Frau lebt?

Leyla Piedayesh: Ich erkläre ihr derzeit, das die Welt sich im Umbruch befindet, aber dass es genug Menschen gibt, die bereit sind, für ihre Werte einzustehen und diese zu verteidigen. Dadurch möchte ich ihr die Angst nehmen.

Auch versuche ich ihr zu vermitteln, mutig zu sein und ihre Stimme zu erheben.

Ich würde mir eine Welt wünschen, in der die Umwelt mehr respektiert wird, jeder seine Meinung frei äußern kann und niemand aufgrund seiner Herkunft oder Meinung diskriminiert wird.


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