Mein Problem mit Erziehungsratgebern

Ehrlicherweise kann ich mit Erziehungsratgebern nicht so viel anfangen.

Das liegt nicht daran, dass ich die Dinge, um die es darin geht, nicht wichtig und zum Teil richtig finde. Gerade zum Beispiel durfte ich auf der Blogfamilia Nora Imlau hören. Ihre Idee vom bedürfnisorientierten Umgang mit den Kleinsten finde ich ziemlich wichtig. Was sie in Elternmagazinen dazu schreibt, überzeugt mich voll und ganz.

Es ist auch nicht so, dass ich alles weiß und deshalb nichts mehr erfahren und lernen müsste. Klar, Pädagogik Studium und so weiter. Aber erstens ist das hundert Jahre her und zweitens hab ich mich im Studium neben dem Schwerpunkt Sozialisationstheorie vor allem für Jugend und Jugendkultur interessiert.

Schon eher spielt mit rein, dass Zeit ohnehin schon Mangelware ist und ich schlicht wenig Ausdauer und Geduld mitbringe, wenn es um Fachbücher geht. Mal ein Artikel, joa. Aber ein ganzes Buch? Nicht sehr ambitioniert, I know, I know.

Hauptgrund dafür, dass ich selten bis nie in Ratgeber hineinblättere ist aber ein anderer.

Ich glaube an Bauchgefühl, an Intuition und daran, dass sowieso niemand alles perfekt hinkriegt. Und daran, dass das auch gar nicht nötig ist.

Wenn ich doch mal etwas gelesen habe, dann war es vor allem deshalb, um das Baby oder jetzige Kleinkind besser verstehen zu können. Gerade als Noah noch kleiner war, gab er mir allzu oft Rätsel auf. Denen wollte ich auf den Grund gehen. Entweder durch Freunde, Familie, Hebammen oder eben auch durch Fachliteratur. Je älter er wurde, desto weniger Reiz hatten die Ratgeber für mich. Er kann sich jetzt mehr und mehr mitteilen, seine Bedürfnisse ausdrücken. Es läuft entspannt und gut zwischen uns. Ich lerne jeden Tag dazu und lerne ihn jeden Tag besser kennen.

Klar gibt es schlechte Tage, Zornanfälle und miese Laune. Aber so ist das nunmal.

Es gehört zum größer und autonomer werden aus meiner Sicht dazu, auch Unzufriedenheit über eigene und fremde (durch Eltern auferlegte) Grenzen zeigen zu dürfen. Auch der liebe Schlaf war für mich nie Auslöser, zu einem Buch zu greifen. Ich habe einfach dazu gelernt: Babys schlafen in der Regel eben nicht durch, Kleinkinder immer öfter und trotzdem ist jede Nacht ein Überraschungspaket.

Zugegebenermaßen habe ich mir mal ein Buch angeschafft, in dem es genau darum geht, wie man mit starkem Zorn bei Kleinkindern umgeht. Aber die ersten Seiten steckten für mich voller Binsenweisheiten, Erkenntnisgewinn gleich null, so dass es nun im Regal vor sich hin staubt.

Deshalb meine Frage an euch:

gibt es denn Fachbücher, die euch wirklich die Augen geöffnet haben? Bei denen ihr euch gedacht habt: Woah, das wusste ich nicht, aber das sollte jeder wissen? Und wenn ja, was fandet ihr an dem Ratgeber so besonders und lesenswert? Vielleicht überzeugt ihr mich ja doch noch 😉

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