PR Profi Kristina Hellhake verrät ihre Fashion Lieblinge

Bild: Kristina Hellhake

Da ich während der Fashion Week ja leider im Krankenhaus liegen musste und mich aufs Ausruhen konzentrieren musste, hatte ich selbst gar keine Gelegenheit mich über die kommenden Trends und Styles zu informieren. Aber zum Glück hat sich Kristina Hellhake (die zauberhafte und stilsichere Geschäftsführerin der Berliner PR Agentur compose) bereit erklärt, uns von ihren Highlights zu erzählen. Außerdem verrät sie uns, was sie momentan am allerliebsten trägt. Danke für das grundsympathische Interview, liebe Kristina!

Mum & still me: Du warst letzte Woche auf der Fashion Week unterwegs – welche Eindrücke sind hängen geblieben?

Kristina Hellhake: Mein Highlight war natürlich die Show von Nathini van der Meer, für die ich das PR- und Guestmanagement gemacht habe. Das Showevent stand um den Titel Phi-Lings und setzt sich auf inhaltlicher und materieller Ebene mit den gesellschaftlichen Strukturen zwischen den Popular People und Nerds auseinander und so hat die handwerklich unglaublich aufwendige Kollektion einen starken Highschool oder Yearbook Charakter.

Nie hatten College-Jacken mehr zu sagen und sahen dabei schöner aus!

College Jacken und Highschool Style bei Nathini van der Meer. Bild: Kristina Hellhake

Eine Ausstellung und ein Konzert begleiteten die Präsentation und ich war sofort Feuer und Flamme für dieses Konzept. Die Energie an diesem Abend war unbeschreiblich.

William Fan auf der Fashion Week. Bild: Kristina Hellhake

Nach der Show am Dienstag konnte ich noch einige Schauen als Gast besuchen. William Fan hat mich musikalisch mit 2000er-Beats in meine Jugend zurückversetzt und nicht nur meine Playlist bei Spotify nachhaltig verändert. Seine Outfits überraschten in Farben und Material (Grün! Rot! Glitzer!) und sind doch einzeln für sich genommen wunderbar tragbar – seine Hutkreation musste ich sofort haben.

An seiner Show hat mich besonders berührt, dass man eben nicht alles so wahnsinnig ernst nehmen muss, am wenigsten wohl sich selbst, was man in diesem Business schon mal vergessen kann.

Malaika Raiss. Bild: Kristina Hellhake

Malaika Raiss hat in ihrer Kollektion den einen Nude-farbenen Mantel gezeigt, der mir schlaflose Nächte bereiten wird und hat mir endgültig die Sinnhaftigkeit von Bonbon-Farben vor Augen geführt. Insgesamt hatte ich das Gefühl, alles wird authentischer und klarer – in den Gesprächen abseits des Runways und den Kollektionen selbst:

Eine neue Offenheit und Selbstbewusstsein für die Berliner Mode.

Mum & still me: Auf welche Styles freust du dich in der kommenden Saison am meisten?

Kristina Hellhake: Ich freue mich vor allem auf mehr Farbe, aber in sanften Kombinationen:

Rot und Rosa sind meine Favoriten und das überrascht vielleicht. Ein Traum wäre ein langes Seidenkleid oder ein Trench in Rosé und rote Stiefel dazu – wie bei Prada oder Fendi zu sehen war.

Dazu passen Accessoires in Nude, so wird der sonnige Teint aus den Sommermonaten gleich noch mitbetont. Besonders spannend finde ich alles was unter dem Stichwort „Power Dressing“ auf uns wartet – betonte Schultern, maskuline Schnitte bei Blazern und Mänteln, dafür bin ich ja immer zu haben. Schwarzes Leder wird ebenfalls ein großes Thema im kommenden Herbst / Winter auf das ich mich freue. Egal ob als Hosen, Röcke oder Mäntel, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Fischerhut von William Fan. Bild: Kristina Hellhake

Ich investiere gerne in Dinge, die mich jahrelang begleiten und sich immer neu kombinieren lassen – Im Herbst ist das für mich ein schwarzer Ledermantel von Weekday. Wahrscheinlich trage ich ihn oft mit meinem zweiten neuen Liebling – einem dunkelblauen Fischerhut von William Fan, in den ich mich letzte Woche auf dem Runway schockverliebt habe.

Mum & still me: Du vertrittst mit deiner Agentur selbst Fashion Labels, darunter den Anine Bing Store in Berlin, die von mir sehr geschätzten Hund Hund oder Nathini van der Meer. Was ist dir bei der Auswahl deiner Kunden wichtig? Was werden die von dir vertretenen Labels in der neuen Saison bringen?

Kristina Hellhake: Meine Arbeit ist immer sehr persönlich und beinhaltet sehr zeitintensive kurzfristige Projekte oder eine langfristige und ebenso enge Zusammenarbeit. Da ist es sehr wichtig, dass man auf einer Wellenlänge ist – und das sollten beide Seiten so empfinden.

Außerdem muss ich mich für die Dinge, über die ich kommuniziere, wirklich begeistern, anders kann es nicht authentisch sein.

Die beste Voraussetzung ist also, dass ich mich in alle Inhalte direkt verliebe – so wie es mir mit all diesen Brands passiert ist. Bei Hund Hund versuche ich mich bei jeder Kollektion auf den Kauf von nur zwei Teilen zu beschränken. Das klappt so gut wie nie und wer mich öfter sieht, weiß, an fast jedem Tag trage ich mindestens ein Kleidungsstück von Hund Hund.

Anine Bing folge ich schon seit vielen Jahren auf sämtlichen Social Media Kanälen und ich bewundere ihren Geschäftsinn sehr. Sie im letzten Jahr persönlich kennenzulernen, war ein absolutes Highlight. Jetzt mit der Modeagentur The Stylemanifest und den Gründern Aphrodite und Steve, die Anine Bing in Deutschland repräsentieren und den Flagship Store in Berlin betreiben, an Events rund um die Brand zu arbeiten, ist ein wahrgewordener Traum für mich. Insgeheim fühle ich mich bestätigt: Auch scheinbar verrückte Wünsche können sich erfüllen! Was in der nächsten Saison kommt, darüber kann ich leider noch nicht viel verraten – all meinen Brands ist gemeinsam, dass sie sich nicht an den Hauptsaisons orientieren, sondern kontinuierlich kleinere Zwischenkollektionen in Echtzeit rausbringen – Anine Bing hat dieses Prinzip ja quasi etabliert. Ich hoffe allerdings, dass Hund Hund im kommenden Herbst mein Lieblingsthema Mantel angeht – hier dürfen wir gespannt sein!

Mum & still me: Ganz persönlich: eine eigene PR Agentur auf die Beine stellen, das stelle ich mir nicht einfach vor. Was ist für dich besonders hilfreich gewesen? Was hättest du gerne vorher gewusst?

Kristine Hellhake: Ich sehe mich immer noch am Anfang der Reise, gefühlt geht es jetzt erst so richtig los. Ich bin jetzt seit bald drei Jahren selbstständig und es wird immer schöner! Man weiß mehr denn je was man will und kann und wovon man lieber die Finger lässt, diese Erfahrungen möchte ich nicht missen. Besonders hilfreich ist für mich nach wie vor der Austausch mit meinen Freunden und Kollegen innerhalb und außerhalb der Branche.

Ich kann es nicht oft genug betonen – sich gegenseitig zu unterstützen, ist unerlässlich. Ich verachte Neid und Missgunst.

Gerade wenn man im Job alles alleine managt, ist es wichtig zu wissen, wen man für ein Projekt an Bord holen will, wo man sich mal ausheulen kann, oder mit wem man einfach mal eine Idee durchsprechen kann. Diese Leute geben mir Inspiration, Kraft und sind das ehrliche Feedback, wenn ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehe. Die Offenheit dafür halte ich für essentiell beim Aufbau einer Selbstständigkeit.

Ich glaube bei manchen Dingen ist es gut, wenn man vorher nicht genau weiß, was auf einen zu kommt – so steht man die extreme Stressmomente, die die Selbstständigkeit gerade zu Beginn mit sich bringt, besser durch. Aber diese Zeiten sind größtenteils vorbei – ich genieße meine Projekte und die Richtung, in die sich alles entwickelt und freue mich, auf das was da noch kommen mag!

Mum & still me: Und zum Schluss – Dein liebstes Outfit im Moment?

Kristina Hellhake:  Das wenig glamourös und ein typischer „Manrepeller“ und vielleicht liegt es an meiner momentanen Urlaubsstimmung und daran, dass der Sommer nicht so richtig rauskommt und Kleider & Co rausfallen: Meine liebste Wochenende-Kombi ist eine blaue Adidas-Trainingshose aus seidigem Ballon-Stoff und dazu ein klassisches weißes Hemd.

Mein ständiger Begleiter in eine beige-farbene Clutch aus der ersten Taschenkollektion von Byredo, Liebe auf den ersten Blick beim Sale in Stockholm. Bei Wind trage ich meinen Toteme Trench darüber. Dieses Outfit eignet sich hervorragend zum Zeitung lesen im Café, meine Lieblingsbeschäftigung an Sonntagen und ist genau das, was ich mag – lässig, aber mit der richtigen Überzeugung getragen eben doch auch irgendwie chic. Erlaubt ist alles, was Spaß macht!

Euch gefallen die Impressionen von Kristina Hellhake so gut wie mir? Dann schaut mal hier vorbei: ich  zeige euch ein paar Ideen, wie ihr die Looks ganz einfach nachstylen könnt!

PR Profi Kristina Hellhake verrät ihre Fashion Lieblinge

Mara Mea: Boho Style für den Babybauch

PR Profi Kristina Hellhake verrät ihre Fashion Lieblinge

Entspannter Fashion Sommer – 3 Styles im Juli

Newer post

There is one comment

Post a comment

*