Über unsere Nächte und ein schnaufendes Häufchen Glück

Als ich noch kinderlos war, war für mich ganz klar, dass mein Baby eines Tages im eigenen Bettchen, ja auch irgendwann unbedingt im eigenen Zimmer schlafen würde. Gar keine Frage. Und es sollte auch ganz von alleine einschlafen. Sowieso.

Ihr schmunzelt, sicher schon wissend, was jetzt kommt.

Unsere Realität sieht natürlich ganz anders aus.

Unser kleiner Großer ist jetzt zwei Jahre alt und schläft, von einer kurzen, von ihm selbst gewählten Unterbrechung abgesehen, jede Nacht im Elternbett, zwischen uns Erwachsenen.

Erst werden die Zähnchen geputzt, dann gibts eine frische Windel und dann packen wir ihn in seinen Schlafsack. Zum Einschlafen bekommt er noch immer eine warme Flasche Milch (steinigt uns nicht, wir glauben seine Zähne verkraften es) und wir legen uns mit ihm zusammen ins Bett. Eine Spieluhr klimpert jeden Abend ihre Melodie und wir liegen dicht am kleinen Körperchen, das still und mit großen Augen die süße Milch Schluck für Schluck in den Bauch gluckern lässt. Ganz selten schläft er schon dabei ein, die Flasche fällt ihm dann aus der Hand. Häufiger ist es so, dass wir uns neben ihm schlafend stellen (oder ab und zu auch wirklich wegknacken) und er noch vor sich hin singt, an unseren Hälsen oder Armen knubbelt und sanft kneift oder Geschichten erzählt. Manchmal dauert es lange, in Ausnahmefällen schon durchaus mal 45 Minuten. Meistens ist nach 15 Minuten Ruhe eingekehrt und die Ärmchen sinken schlaff aufs Laken, der Atem wird ruhig und gleichmäßig.

Ich freue mich jeden Abend beim Zubettgehen neben ihm ins Bettchen zu schlüpfen. Die warme Kinderhaut duftet vertraut und nah, sein Atem beruhigt mich. Ich streiche ihm noch einmal vorsichtig über die weiche Wange.

Manchmal dreht er sich dann im Halbschlaf in meine Richtung und schmiegt sich an mich.

Ist das nicht unbequem und beengend? Manchmal. Besonders, wenn er sich quer legt und mir nur wenige Zentimeter bleiben. Oder die Beine im Schlaf strampeln. Trotzdem bin ich froh über die Nähe dieses kleinen Schnauferls. Die Zeit vergeht so schnell, Tag für Tag wird mein “Baby” größer und selbstständiger. Aber Nachts sucht er unsere Nähe und wir genießen diese Innigkeit.

Über kurz oder lang ist diese Zeit vorbei und dann werden wir sie vielleicht vermissen.

Am nächsten Morgen (denn inzwischen schläft er regelmäßig durch) werden wir durch leises Kichern geweckt. Oder kleine Fingerchen, die im Gesicht herum tippseln oder Patschehändchen, die mir über den Kopf, über die Haare streicheln. “Maaami”, flüstert die kleine Maus im Schlafsack. “Maaaami, aufdehhhhn.” Ich öffne meine Augen und sehe mein  lächelndes Kind.

Über unsere Nächte und ein schnaufendes Häufchen Glück

Blitzschnelles Mangold Pesto

Über unsere Nächte und ein schnaufendes Häufchen Glück

Strahlend schöne Sommerhaut – ganz ohne Brutzeln

Newer post

Post a comment

*