Schwangerschaftstagebuch: Junge oder Mädchen? It’s a…..

Es war ein richtig guter Monat. Das Baby im Bauch macht sich deutlich breit, kickt und zappelt jeden Tag. Alles ist so wie es sein soll. Keine Schonung mehr nötig. Ich darf mein zweijähriges Sommerkind wieder auf den Arm nehmen, die Treppen rauf und runter spurten, arbeiten gehen. Nur aufs Fahrrad wage ich mich nicht. Es gibt keinen echten Grund, nur so ein Gefühl. Geht ja auch ohne.

Inzwischen wissen wir nun auch, ob wir einen Jungen oder ein Mädchen erwarten. Früher, noch lange vor meiner ersten Schwangerschaft, da hatte ich so dieses Bild im Kopf:

ein Junge, ein Mädchen, ein Hund. Perfekte Familie. Bilderbuch.

Ich gebe zu – da war ich noch echt Teenie. Büschn naiv. Aber so war das halt. Dann war das sowieso erstmal lange gar kein Thema und überhaupt – aussuchen kann man es sich eh nicht.

Dann kam unser Bübchen 2015 zur Welt und stellte so ziemlich alles, was ich vorher über Elternschaft dachte auf den Kopf. Dieser einzigartige, zarte kleine Junge ist das größte Geschenk, das mir das Leben bislang bereitet hat.

Eine Feststellung aber hat mir einmal mehr die Augen geöffnet:

mein Kind ist nicht in erster Linie ein Junge – er ist ein Mensch, eine eigene Persönlichkeit, ein Wesen mit individuellen Facetten.

Er liebt Bagger und Fußballspielen. Aber genauso gerne malt er, hüllt sich in Tücher und tanzt umher oder bemuttert er seinen Teddy. Im Moment zumindest. Das ändert sich sowieso alle Nase lang. Er ist eher schüchtern und still und braucht unsere Nähe und unseren Rückhalt. Gleichzeitig kann er toben, rennen und brüllen wie ein kleiner Löwe.

Nun ist es nicht so, dass ich peinlich auf genderneutrale Erziehung achte. Das Sommerkind hat nen rosa Body von seinen Cousinen, den ziehe ich ihm aber nur zum schlafen an. Rosa für kleine Kinder ist halt per se nicht so mein Ding. Geschmacksache. Alle anderen Farben des Regenbogens sind in der Garderobe vertreten, wenn auch – ich will ehrlich sein – blau und grün wohl überwiegen. Das Kindchen interessiert sich von alleine für manche Sachen, das überlasse ich ihm. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich ihn unbewusst trotzdem mehr zu “Jungssachen” hinstupse. Mein Bauchgefühl macht das irgendwie so ganz alleine. Ausschließen würde ich es nicht. Trotzdem bin ich Rollenklischees gegenüber eher kritisch eingestellt.

Ich würde meinem Sohn nie verbieten, mit Puppen zu spielen oder dergleichen.

Als wir also jetzt erfahren haben, ob sein Geschwisterchen ein Junge oder ein Mädchen wird, war ich gespannt. Aber einen Unterschied macht es für mich letzten Endes nicht. Egal was es wird, ich bin gespannt auf das Temperament des Babys, auf dessen Vorlieben und Eigenheiten.

Ich hatte, wenn mich so manche Leute gefragt haben, ob ich schon wisse was es wird, manchmal das Gefühl, sie würden von mir erwarten, ich würde mir ein Mädchen wünschen. Ich meinte zu spüren, dass sie mir es nicht glaubten, wenn ich ihnen sagte:

Hauptsache gesund.

Oh aber glaubt mir, nach dem Horror Einstieg in meine Schwangerschaft ist das weniger Floskel als ohnehin schon.

Vielleicht zum Schluss noch, falls es doch jemanden interessiert, so am Rande: it’s a boy…

Wie seht ihr das? Welche Rolle spielt das Geschlecht eurer Kinder? Ändert sich das, je älter die Kinder werden? Erzählt mal! 

 

 

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