Babys Erstausstattung: weniger ist mehr!

Mein Bauch wird immer runder, bald beginnt die letzte Schwangerschaftsphase und im Januar zieht das Kindlein bei uns ein. Langsam aber sicher bemerke ich bei mir selbst, dass ich anfange zu überlegen, was alles bis dahin parat sein muss. Diesmal habe ich es bei Babys Erstausstattung immerhin etwas leichter: ich habe das alles ja schonmal mitgemacht, wenn auch im Sommer, damals. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich aus der Zeit noch weiß und eine Liste von absoluten Basics und Sachen, die man sich vielleicht on top wünschen oder anschaffen kann, die aber nicht so dringend sind.

Babys Erstausstattung: die Basics

Babys und Kinder sind ein Riesengeschäftsmodell, ein unglaublicher Markt. Steht Baby drauf, wird damit quasi schon Geld gedruckt (siehe dazu auch der spannende Artikel auf ZEIT Online). Nicht alles von dem, was uns angepriesen wird, braucht es auch wirklich – finde ich zumindest. Weniger ist mehr. Das wichtigste hat euer Baby ja schon, wenn es auf die Welt kommt: euch. Aber natürlich sind trotzdem ein Grundstock an Klamotten und Accessoires nötig.

Mein Tipp: Bei Räubersachen.de könnt ihr wunderbare, hochwertige Wollkleidung günstig mieten statt zu kaufen. Einen ähnlichen Mietservice bietet auch Kilenda. de. Außerdem taugen auch gebrauchte Sachen ganz wunderbar. Wir haben das große Glück, auf sehr viele getragene Sachen von älteren Cousins zurück greifen zu können. Es gibt immer wieder spezielle Baby- und Kinder-Flohmärkte, aber auch Second Hand Laden haben schöne, günstige Artikel. Der wahrscheinlich beliebteste Online Flohmarkt für Baby- und Kinderausstattung ist Mamikreisel.de.

Kleidung
  • ca. 7 Langarm-Bodies (auch im Sommer! Neugeborene kühlen schnell aus); Toll fand ich Bodies aus Wolle-Seide, denn das Material wirkt schön temperaturausgleichend. Die Wolle wärmt sanft, lässt die Haut aber atmen. Alternativ greife ich zu Baumwolle, die hält dem Kochwaschgang gut stand.
  • 3 – 4 Strampler, je nach Saison kurz- oder langärmelig – ebenfalls, wie bei allen Kleidungsstücken für Neugeborene schaue ich auf Naturmaterialien.
  • 3 – 4 Hosen oder Leggings (am besten mit Füsschen dran)
  • 3 – 4 Pulli / Longsleeve /Jäckchen (je nach Saison darf es mehr oder weniger kuschelig warm sein)
  • 4 – 7 Paar Warme Wollsöckchen, am besten mit Kordelzug oder einem anderen Trick gegen das Runterrutschen
  • 2 Schlafanzüge und 2 Schlafsäcke
  • 1 Baumwollmützchen, das die Ohren und den empfindlichen Kopf vor Luftzug schützt
  • im Winter zusätzlich eine warme Wollmütze (die will ich unbedingt noch selbst nach der tollen Anleitung von Leni und Mo stricken, bevor das Zwergerl da ist)
  • fürs Winterbaby hat mir meine Hebi außerdem eine wärmende Überhose zum Schutz von Nieren und Leber aus Wolle geschenkt
  • 1 wärmes Jäckchen fürs Sommerkindchen oder 1 warmer Kuscheloverall fürs Winterbaby, wenns nach draußen geht. Die meisten Overalls haben eh einen umklappbaren Schutz für die winzigen Händchen, ansonsten sind Fäustlinge noch eine gute Idee.
Pflege

Hier gilt der Grundsatz “Weniger ist mehr” ganz besonders. Beim Anblick von Cremes, Lotionen und Puder im Drogeriemarkt mag einem das erst einmal gar nicht so einleuchten – aber die Haut von Babys braucht eigentlich kaum Pflege. Die ist so toll, wenn man da nicht zu viel rummacht, ist das mit dem Feuchtigkeitsausgleich der Babyhaut ein ganz natürlicher Prozess. Um ein paar Anschaffungen kommt man trotzdem nicht rum:

  • Ein Päckchen Windeln in der kleinsten Größe (hier gehts zum Windel Vergleich)
  • Babyöl oder Mandelöl (schaut mal hier, da habe ich meine Tipps zum Wickeln und gegen wunden Popo zusammen geschrieben)
  • Eine weiche Unterlage zum drauflegen (ihr müsst nicht extra eine Wickelkommode kaufen und eine Wickelauflage besorgen, dem Baby ist es egal, ob es auf eurem Bett oder einer anderen weichen Unterlage gewickelt wird. Nur für euch ist es vielleicht angenehmer, im Stehen wickeln zu können)
  • 2 Moltontücher als Unterlage, falls mal etwas daneben geht
  • Ein paar weiche Waschlappen, zum Beispiel aus Mull
  • Eine Schüssel für warmes Wasser
  • Eine Babybadewanne oder ein Badeeimer (Tipp: als Badezusatz einfach nur einen Tropfen Öl oder ein paar Tröpfchen Muttermilch verwenden!)
  • Ein dichter Windeleimer oder aber Tütchen um die Windeln einzeln wegzuwerfen
  • Heilwolle aus der Apotheke
  • Fenchel-Kümmel-Salbe oder Öl und ein kleines Kirschkernkissen für die fiesen Bauchkrämpfe, die die Minis am Anfang haben können
  • Zinksalbe aus der Apotheke für wunden Babypo (könnt ihr auch selbst gut für kleine Pickelchen und Co verwenden)
  • Fieberthermometer (wir haben eines zum Messen im Po, dabei dann auf bewegliche Spitze achten)
  • Wärmelampe oder Heizlüfter (vor allem im Winter) um die Babys auch mal nackig strampeln zu lassen
  • Evtl. für unterwegs: Feuchttücher oder Öltücher und Wickelunterlagen;
Sonst noch so:
  • Stillkissen (schon in der Schwangerschaft bequem zum Schlafen, später praktischer als einzelne Kissen als Unterlage fürs Stillen)
  • 10 Spucktücher / Mullwindeln
  • Babyschale fürs Auto
  • Kinderwagen und/oder Tragetuch/Tragehilfe
  • eine schöne, kuschelige Babydecke
  • eine Schlafmöglichkeit fürs Baby, wir haben uns damals für ein Beistellbettchen entschieden, um den Kleinen direkt bei uns am Bett zu haben
  • Moltonunterlagen für unser und das Babybett (ihr glaubt nicht, was aus so kleinen Zwergen alles rauslaufen kann…)
  • Babyphon

Tipp: Inzwischen gibt es auch Angebote für fertige Erstlingsboxen. Eine Variante ist beispielsweise die “geborgene Erstlingsbox” von Susanne Mierau. Eine spannende Idee finde ich auch den Erstausstattungsverleih Cottonbudbaby, bei dem man die nötige Kleidung für die ersten 6 Monate mieten kann. Last but not least wird es bald hochwertige Erstausstattungs-Sets mit Wollkleidung für Säuglinge geben, nämlich die Babybox Winzig und Klein. Wie das aussehen wird, kann man jetzt immerhin schon einmal auf Instagram erahnen.

Nice to have – Was es sonst noch so gibt

Hach ja, man könnte ja sooo viel anschaffen. Diese kleinen Babysachen sind ja aber auch einfach zu putzig. Es gibt ein paar Dinge, die ich über die Basics hinaus echt ganz toll finde und die vielleicht eine feine Geschenkidee sind, falls jemand euch zur Geburt etwas Gutes tun will…

  • FedeBabys Erstausstattungrwiege (hatten wir bislang nicht, steht aber auf meiner Wunschliste: in der Wiege, die an eine Art Hängematte erinnert, fühlen sich Säuglinge geborgen und das sanfte Wippen und Schaukeln beruhigt nervöse Mäuschen – eine gute Freundin von mir schwörte bei ihren zwei Minis darauf)
  • Babywippe (ab wann man diese nutzen kann, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. So wie auch der Autositz ist die Babywippe keine Ablage für längere Zeiträume.)
  • Nanchen Beißring / Püppchen (unser Sommerkind hat das Püppchen geliebt, er konnte es einfach greifen, auf dem Holz und dem Frottee herumlutschen und kauen)
  • Spieluhr (später eine schöne Idee, um beim täglichen Zubettgehen abgespielt zu werden und so Teil der beruhigenden Abendroutine zu werden)
  • Mobile (kann man auch wunderbar selbst basteln)
  • Lammfellchen (warme Unterlage zum Drauflegen oder im Kinderwagen, das Lammfell wärmt im Winter und hat im Sommer eine temperaturausgleichende Wirkung)

Wenn ihr euer erstes Baby erwartet, werdet ihr staunen, wie viele verschiedene und oftmals auch vollkommen unterschiedlich lautende Tipps ihr bekommen werdet – auch was die Babys Erstausstattung angeht. Hört auf euer Bauchgefühl und entscheidet danach. Ihr wisst, was für euer Baby gut ist. Dinge, die ihr zunächst nicht angeschafft habt, aber plötzlich doch haben möchtet, lassen sich immer schnell noch organisieren. Setzt euch also nicht unter Druck, lasst es auf euch zukommen.

 

 

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There are 3 comments

  1. Carolin

    Zum Thema Wickelkommode: Bei dawanda gibt es von Puckdaddy einen tollen Aufsatz für die Hemnes und andere Kommoden von Ikea. Die kann man dann später gut weiter benutzen.
    Was die Entsorgung der Windeln betrifft, kann man sich teure Eimer, die jede Windel einzeln in Plastik wickeln, sehr gut sparen. Das ist gerade in den ersten Monaten überhaupt nicht nötig, da die Windeln überhaupt nicht stinken und man der Umwelt zuliebe auf die ganzen Tüten verzichten sollte. Wir haben den Eimer von Ikea, den man direkt an die Wickelkommode hängen kann (das ist ein Paket mit vier Schalen, die anderen kann man super für Wasser nehmen). Der wird einmal am Tag höchstens geleert und da sinkt nichts.

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