Werbung / Beikoststart und Bauchgefühl: Sechs Fragen und ein Rezept

Zwickt mich mal kurz. Über ein halbes Jahr ist rum. Das ging mal bitte so schnell! Das kleine zarte Winterbaby ist zu einem kräftigen Wonneproppen heran gewachsen. Zeit für den Beikoststart.

Irgendwie wollte ich es fast nicht wahr haben. Den Kleinen so lange wie möglich ausschließlich stillen. Aber auch, wenn ich oftmals am liebsten die Zeit angehalten hätte, diese milchig, süße Säuglingszeit so lange wie möglich bewahrt hätte: im sechsten Lebensmonat zeigte das Winterbaby unübersehbar Interesse an mehr. Auch beim zweiten Kind ist der Beikoststart ein Abenteuer, finde ich. Diese sechs Fragen jedenfalls, waren für mich wieder ganz aktuell.

1. Wie erkenne ich, dass mein Baby bereit für Beikost ist?

Ich hatte gehört, dass mehr und mehr Mütter dazu angehalten werden, ihrem Baby schon mit vier Monaten Beikost anzubieten. Dies sei gut, damit die Kleinen später weniger Allergien ausbilden würden, so hieß es. Dass das ja auch der Babynahrungsindustrie in die Hände spielen würde, sage ich jetzt mal nicht laut. Andere Expert*innen wiederum bleiben bei der Aussage, dass Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden sollten.

Letztlich kommt es nicht darauf an, ob das Baby gerade den vierten Monat voll gemacht hat oder sechs Monate alt ist. Es kommt ganz individuell auf euer Kind und dessen Interesse nach Nahrung an. Was heißt aber Interesse?

Beim Winterbaby etwa äußerte es sich so, dass es dem Essbesteck mit dem Blick folgte, wenn es uns beim Essen zusah. Dabei öffnete der kleine Mann nicht selten auch seinen Mund. Seinen Kopf konnte er zu dem Zeitpunkt auch schon lange stabil halten. Beim Baby einer Freundin wiederum war der Startschuss schon mit viereinhalb Monaten gegeben. Ihr Kleiner hatte offensichtlich sowohl Interesse als auch Appetit auf etwas anderes als Muttermilch.

Wie bei so vielem gilt auch bei der Beikosteinführung: schaut genau auf euer Baby, hört auf euer Bauchgefühl und lasst euch nichts einreden.

Vor Kurzem habe ich auf Instagram meine Follower gefragt, wie sie es mit der Beikosteinführung gehandhabt haben. Von den etwa zwanzig Antworten, die ich bekommen habe, glich keine der anderen.

2. Mit welchem Lebensmittel starte ich?

Bevor sich die Frage danach stellt, müssen Eltern sich heute entscheiden, ob sie Brei anbieten möchten oder aber BLW (Baby led weaning) versuchen wollen. Bei uns gibt es primär Brei, aber das Baby darf auch ab und an einmal gekochtes Gemüse (Karotte, Brokkoli, Kartoffel) oder von einem Stückchen Apfel oder Banane kosten. Letzteres wiederum nur in aufrechter Position und unter genauester Beobachtung. Im Alltag für mich nicht realisierbar. Mit was also startet man am Besten, was den Brei anbelangt?

Super für den Anfang sind Pastinake, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffel, Karotte oder Avocado.

Der Klassiker ist Karotte – damit gab es fürs Winterbaby das Debut. Er liebt den süßlichen Geschmack. Genauso gut wäre sicher Pastinake gegangen. Allerdings ist das Gemüse jetzt im heißen, trockenen Sommer nirgendwo zu bekommen. Ich gebe diesen ersten Gemüsebrei am späten Vormittag oder Mittags. Statt mich an eine feste Uhrzeit zu halten, ersetze ich einfach eine passende Stillmahlzeit. So hat der Kleine Appetit, ist aber auch nicht über den Hunger und ungeduldig. Auch hier versuche ich die Signale des Babys zu deuten.

3. Wie bereite ich den Brei am besten zu?

BeikoststartSelbst kochen oder Gläschen war für mich erst einmal keine Frage – zumindest so lange das Menü so überschaubar ist. Denn selbst kochen ist so einfach!

Ich verwende meinen Dämpfeinsatz und dämpfe das jeweilige Gemüse in maximal 10 Minuten schön weich. Dann püriere ich es in einem hohen Gefäß und gebe etwas von dem Wasser aus dem Topf hinzu, den ich zum dämpfen verwendet habe. Die Konsistenz könnt ihr so gut anpassen. Das Dämpfen ist übrigens schneller und Vitamin schonender als Kochen des Gemüses. Aber klar – kochen geht auch! Final gibt’s noch etwas kalt gepresstes, mildes Öl (zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl) hinzu. Auf ca. 200 ml Brei so einen Esslöffel Öl. Damit können die Vitamine dann besser vom Baby aufgenommen werden.

Ich mache immer gleich etwas mehr und friere einen Teil frisch nach dem Kochen ein. Dafür gibt es praktische Silikonformen online. Dann muss ich nicht jeden Tag frisch kochen, sondern nehme morgens einfach ein paar von den gefrorenen Portionen raus, lasse sie auftauen und lege das Breischälchen kurz vor Verzehr noch in ein heisses Wasserbad.

Avocado ist noch einfacher – einfach zerquetschen oder pürieren, fertig. Fett enthält die Avocado ja genügend.

4. Und wenn mein Baby den Brei nicht mag?

Alles kann. Nichts muss. Vielleicht war es noch nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht genügt es dem Baby, erstmal nur zu kosten und es möchte lieber bei der gewohnten Milch bleiben. Vielleicht könnt ihr versuchen, die Konsistenz des Breis durch mehr oder weniger Flüssigkeit oder feineres Pürieren anzupassen? Vielleicht mag euer Baby lieber BLW probieren? Vielleicht ist das Baby generell kein “guter Esser” (so wie es bei meinem Großen damals war).

Lasst euch nicht durch andere verunsichern.

Findet euren Takt. Bietet andere Gemüsesorten an oder legt nochmal eine Pause ein. Es ist kein Wettbewerb. Irgendwann hebelt es den Schalter um und das Baby entdeckt die Lust am essen.

5. Wenn der Anfang gemacht ist…

In den ersten Beikost Wochen braucht das Baby noch keine ausgetüftelten Menüs. Probiert ganz in Ruhe, Woche für Woche ein anderes Gemüse. Ist der Beikoststart erst einmal geglückt, kann es langsam bunter werden.

Wenn euer Kleines verstanden hat, wie das mit dem essen geht und Appetit hat, könnt ihr auch anfangen Abends einen Getreidebrei (Wie starten gerade mit Dinkel) anzubieten. Zum Beispiel mit etwas Obst angereichert. Als Fettkomponente verwenden die einen Vollmilch (Kuhmilch), die anderen setzen lieber auf industriell gefertigte Premilch, Getreidemilch (zum Beispiel Hafermilch oder Reismilch) oder geben weißes Mandelmus zum Brei. Was für euch stimmig und gut ist, passt. Lasst euch auch hier nicht kirre machen.

Peu a peu kann man dann morgens ebenfalls einen Getreidebrei oder ein Müsli anbieten und Mittags Kartoffel, Fleisch oder Fisch in Breiform hinzufügen.

6. Warum greife ich trotzdem manchmal zu Gläschen und Co?

Ihr seht: ich koche gerne selbst. Trotzdem gibt es Tage, an denen ich echt froh um alternative Möglichkeiten bin. Sei es, weil meine eingefrorenen Vorräte zur Neige gegangen sind und ich einen vollgepackten, stressigen Tag habe, ich auf Reisen bin oder ich schlicht vergessen habe, den tiefgekühlten Brei morgens zum Auftauen rauszuholen.

Vor Kurzem habe ich die Breie von Tummy Love kennen lernen dürfen. Anders als die meisten Gläschen wird bei dieser Babynahrung ein neues Verfahren der Hochdruckkonservierung (HPP) angewendet.

Dadurch behalten die Breie mehr Vitamine und Nährstoffe und schmecken frisch und nicht so zerkocht, wie ihr es vielleicht von vielen industriell gefertigten Breien kennt.

Super finde ich auch, dass Tummy Love nicht ganz so bappsüß ist , wie ihr es von den meisten Quetschies gewohnt seid. Schaut mal auf die Nährwerttabelle, die auf jedem Lebensmittel angegeben ist. Dort seht ihr immer, wieviel Zucker etwas enthält. Da bei Tummy Love meist ein hoher Gemüseanteil enthalten ist und nicht lange eingekocht wird, wird das Endprodukt nicht ganz so süß. Wenn ihr mit handelsüblichen Quetschies vergleicht, enthält Tummy Love zum Teil nur halb so viel natürlichen Fruchtzucker.

Man kann die Breie pur füttern. Toll für den Beikost-Start sind die Sorten “Apfel Birne Zucchini”, “Kürbis Karotte Aprikose Pfirsich” oder “Birne pur”. Ihr könnt damit aber auch kleine Pancakes machen, mein Sommerkind liebt die! Der Kleinste ist dafür noch nicht ganz so weit – aber das dauert auch nicht mehr lange. Denn die weichen, zuckerfreien Küchelchen schmecken auch schon Babys super.

Rezept für Pancakes mit Tummy Love “Apfel Birne Zucchini” Brei

Zutaten:

  • 150 Gramm Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 1/2 Teelöffel Weinstein-Backpulver
  • 100 ml griechischer Joghurt
  • 1 Beutelchen Tummy Love “Apfel Birne Zucchini”
  • 1 Ei
  • ein halbes Glas Milch
  • etwas Sonnenblumen- oder Rapsöl zum Anbraten

Alle Zutaten (bis aufs Öl) mit einem Rührgerät ordentlich vermengen. In einer Pfanne Öl erhitzen. Wenn die Pfanne heiss ist, gebt ihr ein paar Kleckse Teig hinein – etwa einen Esslöffel pro Pancake. Vergesst nicht, die Hitze ein bisschen runter zu regeln, damit die Küchlein nicht zu dunkel werden. Bei den meisten Herden ist mittlere Hitze gut. Ich verwende Stufe 7 von 10. Sobald sich kleine Bläschen bilden, könnt ihr die Pancakes wenden und auf der Rückseite nochmals kurz anbraten.

Ganzschön einfach, oder? Ich nehme die Pancakes auch gerne mit auf Reisen oder Ausflüge, wenn sie nicht gleich frisch weggehapst werden. Toll dazu schmeckt auch “Birne pur” von Tummy Love zum Tunken.

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