Mein Neujahrsvorsatz
Kuschelweich, nachhaltig und fair (Anzeige)

Neujahrsvorsatz Peek & Cloppenburg

Hallo 2019, hallo Neujahrsvorsatz. Macht ihr sowas? Euch etwas fürs neue Jahr vornehmen? Ich halte eigentlich nichts davon, weil es ja einen Grund hat, warum man so lebt, wie man lebt und der Alltag anstrengend genug ist. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, 2019 nur noch nachhaltig produzierte Mode zu kaufen. Das wird so schwer. Denn ich liebe Mode, liebe den Wechsel und mich immer wieder neu zu erfinden. Man kann es drehen und wenden wie man möchte: bei den Modegiganten ist es einfach und erschwinglich, immer mal wieder komplett neue Outfits zu entdecken. Dazu kommen Basics, für die ich eigentlich auch nicht so viel Geld ausgeben möchte. Verdammt und es macht einfach solchen Spaß, mit den Mädels bei einem Citytrip rumzuprobieren und zu shoppen.

Nicht cool, nicht nachhaltig, ist aber so. Leider geil.

Aber… Ach Mensch, mir ist der Spaß ein bisschen verdorben. Denn – die immer wieder neuen Klamotten wurden alle von Hand genäht. Zu Hungerlöhnen. Unter unwürdigsten Bedingungen.

Habt ihr schon einmal was genäht? Ich bin darin echt schlecht, es macht mir Spaß, aber es ist eine monstermäßige Arbeit und dauert ewig. Seit ich selbst ab und zu etwas stricke und nähe ist meine Wertschätzung dafür noch einmal gestiegen. Es ist echte, harte Handarbeit. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn die nicht geschätzt wird und wenn Kleidung aus einer Laune heraus gekauft und nach einmal oder keinmal tragen weggehauen wird.

Für 2019 habe ich mir deshalb vorgenommen:

  • Am besten nachhaltig und fair produzierte Kleidung zu kaufen.
  • Dafür im Zweifel auch mal mehr ausgeben und mir dafür eben weniger zu leisten. Lieber feine, gute Einzelteile, statt viel und dafür billig.
  • Egal was ich kaufe: vorher immer hinterfragen, brauche ich das wirklich? Wie lange werde ich es tragen und bei welcher Gelegenheit? Ist es ein Klassiker oder eine Laune?

Ein paar tolle und leistbare kleinere nachhaltige und faire Label habe ich euch ja schon vorgestellt (zum Beispiel das oder das hier) und für Frühjahr 2019 will ich euch noch einmal ein paar Berliner Modemacher*innen vorstellen, die wunderschöne und nicht allzu teure Kleidung fertigen.

Aber auch die großen bekannten Modeketten machen es uns glücklicherweise inzwischen ein bisschen leichter. Peek & Cloppenburg beispielsweise achtet streng darauf, nur Kleidung unter Einhaltung verschiedener Regeln anzubieten: eine Produktion unter menschenwürdigen Bedingungen, unter Beachtung der in dem jeweiligen Land geltenden arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften und unter der Berücksichtigung des Umweltschutzes. P&C unterstützt und führt darüber hinaus aber auch viele nachhaltige Marken.

Geht das? Nachhaltig und günstig?

Klar, vermutlich wird man für nachhaltig produzierte Kleidung immer ein wenig tiefer in die Tasche greifen müssen. Aber dafür kauft man eben weniger. Außerdem kann man besonders zu SALE Zeiten besonders die Augen auf halten.

Der Winter beginnt gerade erst richtig, aber der Schlussverkauf ist schon in vollem Gange. Wenn wir dann auch noch in Klassiker investieren, die eine kurze Mode Phase überdauern, dann sparen wir vielleicht am Ende sogar noch etwas. Mit gutem Gewissen.

Peek & Cloppenburg Wintermode Sale Nachhaltig

Peek & Cloppenburg Outfit Mantel FairJetzt für den eisigen grauen Januar und Februar brauche ich Kuschel und Farbe! Bei Peek & Cloppenburg habe ich fünf Teile gefunden, die schon reduziert sind, nachhaltig produziert wurden und einfach gute Laune machen: der rote Strickpulli mit Mohair- und Woll-Anteil knallt farblich und wärmt (von Closed, reduziert auf 99,99 Euro), passt auch super über das schwarz-weiße Hemdblusenkleid (von Armedangels, reduziert auf 59,99 Euro). Das zweite Outfit besteht aus einer wärmenden Cordhose in zartem Rosa (von Closed, reduziert auf 134,99 Euro) und dem dazu passendem Streifenpullover (Armedangels, reuziert auf 49,99 Euro).

Nicht ganz so günstig, dafür aber ein Klassiker und perfekt sowohl zum entspannten City Outfit als auch zum schicken Business Auftritt ist der von 399,99 Euro auf 299,99 Euro reduzierte Mantel im Hahnentritt Muster von Closed.

(Disclaimer: Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Diese Beitragsveröffentlichung entstand in Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf)


Wie seht ihr das Thema? Glaubt ihr ist das zu schaffen – nur noch nachhaltige Mode? Wo fängt nachhaltig an? Habt ihr Tipps für mich?

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There are 10 comments

  1. Lena

    Second Hand ist gerade in Berlin auch immer eine super Iption und genaugenommen aktuell sogar noch nachhaltiger als fair und Bio. Ich habe eine meiner Lieblingsteile von Jleiderstapeln in Schenkregalen. Viel Erfolg Dir!

  2. Justinchen

    Stimme meiner Vorposterin zu, zumal 139 Euro oder mehr für ein (!) Kleidungsstück bei mir einfach nicht drin ist. Weder ich noch mein Mann sind Geringverdiener, ich arbeite allerdings in Teilzeit, wir zahlen eine hohe Miete und haben zwei sehr schnell wachsende Kinder mit mäßig teuren Hobbies (Musikschule und Sportverein). Nach Abzug von dem, was ich versuche, für Notfälle zu sparen, bleibt für Kleidungskäufe definitiv nicht so viel Geld übrig, und zwar „eigentlich“ auch dann, wenn ich es beruflich in einer konservativen Branche zahlen müsste. Anzug/Kostüm unter Schmerzen uU ja (die Dinger müssen dann aber auch 10 Jahre halten), meinetwegen auch ein Mantel, aber ein simpler Pullover?! Noch dazu ein auffälliger, den jeder sofort wieder erkennt, so dass man ihn eben nicht ohne Weiteres Jahre tragen und immer wieder neu kombinieren kann? Sorry, mein Tip für wirklich nachhaltige Kleidung: hochwertige, zeitlose Basics, die frau zT auch Second-Hand oder von unbekannteren Marken kaufen kann und tatsächlich- soweit sie die Figur halten kann – über 10 Jahre und länger tragen kann. Zeigt vielleicht meinen uninspirierten Modegeschmack, aber mit 40 darf ich klassisch werden, finde ich.;-)

    1. Sabine Ponath

      Gegen klassisch ist üüüberhaupt nix einzuwenden, gegen Second Hand auch nicht. Auf jeden Fall sehr nachhaltig, besser als jeder Neukauf. Wenn’s aber finanziell geht und man sich gerne ab und zu neu einkleiden mag, dann ist Fair Fashion vielleicht ab jetzt eine gute Alternative zum Üblichen. Den höheren Preis ist es aus meiner Sicht dann auch wert – wenn ich weiß, dass jemand ordentlich dafür bezahlt wurde und gute Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Außerdem ist die Verarbeitung bei solchen Teilen in der Regel besser und lange anhaltender. So zumindest mein Eindruck und meine Erfahrung. Schönes Wochenende!

  3. Justinchen

    Alles klar, sehe ich ja ähnlich, aber wir leben finanziell offenbar in verschiedenen Welten. (Ich frag mich immer, woher speziell die in Berlin lebenden Blogger das Geld für faire Nahrungsmittel, faire Kleidung etc nehmen und immer noch Kohle für sonstige Privatvergnügen übrig zu haben scheinen…;-))
    Aber ein paar neugierige Fragen hätte ich:
    – Ist die Verarbeitung wirklich besser?
    – Sind die fairen Arbeitsbedingungen zertifiziert? Wie wird das überprüft?

    Ist aus meiner Sicht ein spannendes Thema, zumal, wenig beachtet, grad einige der eher nicht als hochpreisig bekannten Anbieter wie etwa C&A seit längerem zumindest damit werben, die – mW strengen – Standards der ILO einzuhalten… (https://www.c-and-a.com/de/de/corporate/company/ueber-ca/leadership/)

    genau wie (zumindest eine Zeitlang) H&M (https://www.ilo.org/pardev/information-resources/news/WCMS_306151/lang–en/index.htm). Ja, Letzteres hat mich auch überrascht, und wenn ich nicht für meinen damaligen Lehrstuhlchef über die ILO hätte recherchieren müssen, hätte ich es bestimmt nicht mitbekommen.

    … Meine bisherigen Erfahrungen sind halt eher so, dass die eher teuren Sachen bis auf wenige (leider eher großmütterliche) Marken genauso schnell kaputt gehen wie die anderen, zumal sie sehr oft – allen Beteuerungen zum Trotz – aus den gleichen Sweat Shops stammen und die Produktionsbedingungen häufig einer wirklich unabhängigen Kontrolle durch Dritte doch nicht unterliegen.

    Deshalb: Wie is‘n das bei P&C?

    Die ILO ist übrigens die International Labour Organization (vgl. auch https://www.ilo.org/global/standards/information-resources-and-publications/publications/WCMS_318141/lang–en/index.htm).

    1. Sabine Ponath

      Das sind so wichtige Gedanken. Ich glaube auch nicht, dass teurer unbedingt immer „besser“ ist. Aber ich bin der Überzeugung, dass es sich lohnt zu recherchieren und gezielt zu kaufen anstatt bei Primark ohne Sinn und Verstand die Einkaufstüten voll zu knallen. Und hey – bei mir wohnt auch viel H&M und ich bin nicht stolz drauf. Aber gerade bei Basics fällt es mir schwer, mehr zu zahlen. Ich glaube, wir sind da gar nicht so weit auseinander. Mit dem Bloggen hat die Einkommenssituation auch nix zu tun. Mir zumindest ist es wichtig bezahlte Werbung durch „Anzeige“ oder „Werbung“ zu kennzeichnen. Außerdem bekomme ich manchmal PR Samples. Auch das kennzeichne ich.
      Zu P&C: auf der oben verlinkten Nachhaltigkeitsseite findest du die Infos dazu, bei genaueren Rückfragen müsstest du dich bitte an das Unternehmen wenden.
      Ich für meinen Teil find es ja super, wenn auch die Großen wie C&A, P&C, H&M und Co das Thema zunehmend aufm Schirm haben und merken, dass die Kund*innen mehr Nachhaltigkeit wollen. Auch wenn’s zum Teil nicht perfekt läuft – aber es bewegt sich was und das finde ich gut.

    2. Sabine Ponath

      Achso und eines noch: Bio Essen ist zum Teil teurer. Ja. Aber schon als Studi habe ich mir das so gut es ging geleistet. Mit weniger Fleisch, weniger fertig verarbeiteten Lebensmitteln geht das ganz gut. So einen Riesenunterschied macht das dann echt nicht. Und gerade was Babynahrung angeht: frisch kochen ist so viel billiger als Gläschen. Also das geht schon, auch mit schmalerem Geldbeutel. Und auch da finde ich, muss man nicht päpstlicher sein als der Papst. Wir haben auch mal Nutella daheim oder nicht Bio Kram.

  4. Justinchen

    Wir sind nicht weit auseinander, schließlich mag ich Deinen Blog sehr.;-)!Natürlich ist es gut, wenn sich was bewegt. Allerdings bin ich von vornherein etwas skeptisch, ob sich Mode im Sinne von „Spaß an schönen und immer wieder anderen, neuen Sachen“ und Nachhaltigkeit im Sinne von „schöne, aber weniger und dafür langlebigere Sachen“ nicht doch ein bisschen beißen.

    Nur ob gerade P&C das beste Beispiel für den Wandel in eine bessere Welt ist, weiß ich nicht. Soweit ich das den mageren Angaben auf der Webseite entnehmen kann, ist Einiges zwar „PETA“-zertifiziert, aber zu konkreten Sozialstandards, zu denen sich das Unternehmen (unter Berücksichtigung der gesamten Chan of supply) verpflichtet hätte, findet sich nix. Die Angaben sind recht schwammig formuliert. Wenn aber zB nicht die gesamte Lieferkette ausdrücklich mitaufgenommen worden ist, achtet möglicherweise der direkte Vertragspartner auf gute Arbeitsbedingungen; es ist aber möglich, dass er einen Großteil der Arbeit an Subunternehmer vergibt, die die gleichen Leute genauso ausbeuten wie zuvor. Die nicht näher konkretisierten Angaben zu ihren Bemühungen um faire Arbeitsbedingungen dürfte das Unternehmen juristisch dann mE dennoch machen. Das heißt, Tierschutz wird offenbar gewährleistet, bei Menschenschutz weiß man es nicht so genau. (Weiß nicht, wie seriös die nachfolgende Seite ist, aber die sehen es recht kritisch:
    https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firma/peek-cloppenburg/.)

    Da sind aber ausgerechnet die Fast-Fashion-Sünder C&A und H&M weiter, die sich bereits vor Jahren zur Einhaltung der ILO-Sozialstandards und externen Kontrollen unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette verpflichtet haben. Und besonders langlebige Produkte verkaufen die mE bis heute nicht.

    Also alles eher ein Lifestyle-Etikett für gern shoppende, Mittelschichts-(mehr-oder-weniger-)Öko-Muttis? Ich fürchte fast, ja.

    Solange frau sich nicht der Illusion hingibt, durch Kaufen die Welt zu retten, also alles im grünen Bereich… grummel….

    1. Sabine Ponath

      Hey, Danke dir! Da hast du dir mit der Recherche echt Mühe gegeben und den leicht zynischen Seitenhieb kann ich wegstecken. Die Sache ist die – man kann es sicher perfekt machen. Kein Konsum mehr. Nur noch Tauschen, Reparieren, ect. Die Frage ist – wie realistisch ist das tatsächlich? Ich bin ja eher pragmatisch und bin eine von denen, die es trotz allem Schlechten gut findet, dass Aldi Bio in den Regalen hat. Oder dass ein Unternehmen wie P&C Produkte vom Vorreiterunternehmen Armedangels im Sortiment hat. Wenn jemand ne relativ weiße Weste hat, dann die. Das ist auch mein Punkt: die sind nicht perfekt (ich und mein Lebensstil weiß Gott auch nicht), aber da ist was in Bewegung. Auch die Großen merken, dass die Konsument*innen Wert auf nachhaltig produzierte Produkte legen.
      Das ist ein Anfang von einem Weg, den ich persönlich gut heiße. Dass das Hand in Hand geht mit Konsumkritik, Second Hand und Tausch ist für mich Teil des Ganzen. Was ich aber von mir selbst und niemanden sonst erwarte, ist alles ökologisch perfekt leben zu können. Denkt man es konsequent zu Ende, müsste man ziemlich vereinsiedelt als Selbstversorgerin leben. Das war jetzt auch zynisch 😉 Aber vielleicht kannst du verstehen, worauf ich hinaus will.
      Deshalb: mein Neujahrsvorsatz – weniger! Und wenn: nachhaltig. Dass es ab und zu auch von den Großen sein darf – dann nur wenn es um Produkte wie die oben vorgestellten geht. Ach und wer weiß, ob ich es schaffe ihn einzuhalten, so als „gern schoppende Mittelschichts-(mehr-oder-weniger)Öko-Mutti“? 😉 So ist es eben, mit den Vorsätzen. Aber: vielleicht ist es ein Anfang, sich darüber überhaupt einmal Gedanken zu machen, zu diskutieren und zu sehen wie es für einen persönlichen realisierbar ist.
      Für dich einen guten Start in die neue Woche!

  5. Justinchen (zum letzten Mal, versprochen!)

    Liebe Sabine, ohjee, ein Missverständnis

    Zunächst:: die Bezeichnung „Hipster-Öko-Mutti“ war auf das mutmaßlich adressierte Käufermilieu gemünzt, nicht unbedingt auf Dich…! Soziologisch gesprochen, sozusagen (die sind in ihren Milieu-Klassifizierungen noch so viel gemeiner;-)).

    .Was die Mühe anbelangt: Wenn Du den Marken- oder Unternehmensnamen zusammen mit „ILO“ googelst, poppen idR sofort die mE wirklich interessanten Seiten auf.

    BTW: Ich gebe Dir recht, dass ArmedAngels vorbildlich erscheinen. So, wie auf deren Seite sollte die Bezugnahme auf verbindliche Standards lesefreundlich aussehen, finde ich (https://www.armedangels.de/).

    Ich selbst bin übrigens weder ökologisch noch modisch noch sonstwie konsequent, (nur kontinuierlich pleite….;-)), sondern verfolge durchaus interessiert und manchmal bewundernd, wie andere, etwa Du, das mit der Umsetzung von Idealen und dem Hinterfragen von allem, nix und sich selbst so hinkriegen. Allerdings bin ich derzeit von pseudoradikalen „Öko-Hipster-Mamas“ reichlich umgeben. Deshalb und in Verbindung mit dem verheißungsvollen Titel „gute Vorsätze“ und der Vorbefassung in alten Uni-Zeiten mit Sozialstandards wohl meine zugegeben leicht genervte Reaktion, Sorry.

    Alles Gute für Dich und Deinen Nachwuchs!

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