Stillen ist Liebe. Fläschchen geben auch. (Anzeige)

22. Mai 2019
Lansinoh baby-walz
Lansinoh baby-walz

Um mal eines gleich vorweg klar zu stellen: hier wird es nicht darum gehen, was Eltern alles falsch machen können. Es geht nicht um Grabenkämpfe und auch nicht um Belehrungen. Ich will euch nur erzählen, warum meine Kinder gestillt wurden – und die Flasche bekommen haben.

Wie alles begann…

Da war plötzlich dieses Baby. In meinem Arm. Winzig, die Haut durchscheinend dünn, die Augen wach und vertrauensvoll groß. Mein Baby. Ab jetzt für immer mein Kind, meine Liebe, mein Leben. Niemand konnte mich darauf vorbereiten, was für ein Paket voller Gefühle frei Haus mit der Geburt eines neuen Menschen geliefert wird. Allem voran: ursprüngliche, wilde, tierische Liebe. Aber auch: Zweifel, Sorgen. Und: so etwas wie Platzangst.

Ich wusste: ab jetzt gehört dieser Mensch untrennbar zu mir und meinem Leben. Das ist großartig, aber es ist plötzlich so eng.

Fast schon erdrückend. Ich habe euch an anderer Stelle schon darüber geschrieben: ausgesucht habe ich es mir nicht, aber das Wochenbett und ich, wir sind Hormon mäßig keine Freunde. Ich war so ein Baby Blues Typ. Hatte das Gefühl, gefangen zu sein und war innerlich gehetzt, gestresst. Und sowas von nah am Wasser. Ein schlechtes Gewissen immerhin blieb mir erspart, weil ich das Glück hatte, dass ich trotz der negativen Gefühlswallungen kein Problem damit hatte, Emotionen für mein Baby zu empfinden. Geht ja auch anders, leider. Absolutes Glückspiel. Trotzdem war klar: Irgendwas muss sich ändern, mir fällt die Decke auf den Kopf.

Lansinoh baby-walz Fläschchen geben

Flaschenkind?

Für mich war bei beiden Kindern klar: ich will stillen. Und ich habe es gerne gemacht, hab die Nähe und das innige Verhältnis total genossen. Trotzdem hat es mich manchmal schier erdrückt, dass das Baby ohne mich nicht sein kann. Dass ich keine zwei Stunden an die Luft kann, weil mein Kleiner viel und oft gestillt werden wollte. Cluster Baby und so…

Wie so oft kam die Lösung für meine Situation durch eine Beratung meiner Hebamme Sissi (Dankedankedanke). Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, ab und zu etwas Muttermilch abzupumpen und meinem Mini die Flasche anzugewöhnen – neben unserer Stillbeziehung. Komischerweise zögerte ich nicht. Ich wusste: ich will etwas mehr Freiheit. Was heisst, ich „will“. Ich brauche sie. Sonst würde mir die Decke auf den Kopf fallen. Bitte verurteilt mich nicht dafür. Ich kenne diese Sprüche – „Sie wollte doch ein Baby, jetzt kann sie doch ein paar Monate mal zuhause bleiben.“ Oder Schlimmeres. „Egoistisch ist das.“ Macht das nicht. Denn: es ist nicht egoistisch. Es hat niemand darunter gelitten, dass das Sommerbaby einmal pro Woche Muttermilch aus einer Flasche, statt aus meinem Nippel gekriegt hat. Ganz im Gegenteil.

Wir haben angefangen, dem Baby die Flasche anzubieten, als er sechs Wochen alt war.

Jede Woche ein, zwei mal. Anfangs fand er es merkwürdig, dann hab ich ihn halt gestillt. Irgendwann hat er es aber gecheckt – und fand es vollkommen in Ordnung. Wichtig für uns war, dass die Flasche dann von meinem Partner gegeben wurde, nicht von mir. Das brachte einen ziemlich schönen und tollen Mitnahmeeffekt: Baby und Papa waren einen Riesenschwupps näher, sicherlich auch durch die gemeinsamen Fläschchenmomente. Wieso sollen diese wertvollen, innigen Momente nur mir vorbehalten sein? Wir sind Eltern, es ist unser gemeinsames Baby. Auch ein Papa kann kuscheln, sogar ziemlich gut.

Fläschchen geben, Baby, Geschwister

Für mich wiederum war es ein Befreiungsschlag: ich konnte abends einmal mit einer Freundin etwas Essen gehen. Ohne Druck und ohne Sorge, dass es meinem Baby ohne mich schlecht gehen könnte. Ich wusste: es ist in den besten Händen. Später war es sogar möglich, dass eine sehr enge Freundin über den Kleinen wachte, als wir als Paar einmal wieder ausgehen wollten. Das ist so viel Lebensqualität. Es stellt sich wirklich fast alles um, wenn ein Kind auf die Welt kommt. Manchen ist das Wurst, aber ich vermisste auch Teile meines alten Lebens. Ist halt so. Hätte ich damals nicht ab und zu „raus“ gekonnt, es wäre mir auf die Seele geschlagen – das wäre letztlich auch fürs Sommerkindchen nicht cool gewesen.

Unser Fläschchen: Lansinoh (via baby-walz)

Wir haben uns damals bewusst für die Fläschchen von Lansinoh entschieden. Die Form des Nuckels ist der Brust nachempfunden und erleichterte den Wechsel zwischen Flasche und Stillen. Außerdem gibt es mittlerweile auch Glasflaschen, die ich dann für Babyboy Nummer zwei verwendete. Klar, wenn man nicht aufpasst kann Glas brechen. Allerdings ist es superdick und stabil. Ich merkte nämlich irgendwann, dass der Kunststoff Gerüche annahm und das fand ich nicht ganz koscher. Außerdem: weniger Plastik war ganz in meinem Sinne.


Wir haben die Fläschchen von Lansinoh bei baby-walz entdeckt und bestellt, im stationären Handel habe ich sie nie gesehen. Beide Kinder haben die Flaschen bekommen, später dann, als ich Abstillen wollte, mit Milchpulver, bzw. dann schnell mit Wasser. Probleme damit gab es nie. Beim Winterbaby haben wir mit der Gewöhnung erst viel später begonnen, weil ich weniger Draußen-Drang hatte und ich keinen Bock hatte, abzupumpen (Super Tipp für mich war übrigens: mit der Handpumpe arbeiten, während das Baby an einer Seite trinkt, dann an der anderen Seite pumpen). Dadurch, dass er dann schon ein paar Monate auf dem Buckel hatte, brauchte die Annäherung etwas länger, aber wir haben es eben immer wieder mal angeboten und irgendwann hat es geklappt.

Inzwischen ist auch mein Winterkindchen Flaschen frei. Eine Zeit lang forderte er nachts noch „assaaaa“ ein. Also Wasser, falls ihr es nicht verstanden haben solltet. Aber jetzt können wir ihm das Wasser ja auch aus der Tasse geben. Also: uneingeschränkte Empfehlung, durch Zufall hat sich daraus jetzt eine Werbepartnerschaft mit dem Versandhandel baby-walz ergeben. Aber: da wir dort zufällig eh immer bestellt haben und ich wirklich Fan der Flaschen bin, mag ich euch das auch uneingeschränkt weiter empfehlen.

Erlaubt ist, was sich richtig anfühlt

Mein Fazit und meine persönliche Empfehlung an euch: lasst euch nicht unter Druck setzen. Wenn es euch nicht gut geht, seid ehrlich zu euch. Werdet kein Opfer falsch ausgelegter Perfektion.

Es gibt das Wort „perfekt“ im Leben mit Kindern nicht.

Geht eurem Gefühl nach und handelt so, wie es sich für euch, euer Kind und eure Familie richtig anfühlt. Flasche? Brust? Beides? Egal. Hauptsache ihr als Familie seid glücklich damit. Amen 🙂

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