Ausflugstipp: Kleine Wanderung von Buch bis zum Gorinsee

4. August 2021

Ich wollte noch etwas mit euch teilen – jetzt komme ich endlich dazu, es aufzuschreiben: Am Wochenende waren das Sommerkind und ich wandern, ganze 7,5 Kilometer. Die Strecke war abwechslungsreich und wirklich schön, das Kind hat viel Spaß gehabt und die Länge der Strecke war kein Thema. Wir haben für die 7,5 Kilometer etwa 2,5 Stunden gebraucht, also eine Stunde länger, als von der Kartenapp angegeben.

Zurück ging es dann mit dem Auto, wir hatten am See nämlich dann den Rest der Familie getroffen. Aber: der Ausflug ist auch ohne Auto super. Dann einfach per Rad!

Das Foto hat das Kind gemacht…
Aber mal der Reihe nach:

Wir starten auf Schienen: Mit der S-Bahn S2 Richtung Bernau Bhf oder Priesterweg sind wir bis Buch Bahnhof gefahren. Der Tarif ist sogar noch Berlin AB. Die Bahn verkehrt in der Regel alle zehn Minuten und ist flott in Buch. Um ehrlich zu sein: ich glaube, die Aussicht aufs S-Bahn fahren war fürs Kind einer der Hauptanreize, mit mir wandern zu gehen… Wir haben uns mittels Google Maps orientiert und haben dabei die Strecke über den Röbellweg gewählt. Dann spart man sich nämlich ein ganzes Stück an der langweiligen Hauptstraße und läuft stattdessen durch ein Wohnviertel und später durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet.

Was wir im Rucksack hatten:
  • Ein kleines Handtuch
  • Mückenschutz
  • Sonnenschutz
  • Badekleidung
  • Wasser
  • Ein paar Snacks für die Pausen
  • Eine Orientierungshilfe (Karte oder Handyapp)
  • Eine Kamera

In Buch angekommen verlassen wir den Bahnhof Richtung Wiltbergstraße und gehen dann, den Bahnhof im Rücken, links die Wiltbergstraße hoch bis wir rechts in den Röbellweg einbiegen. Dort laufen wir eine ganze Weile, schauen uns die verschiedenen Häuser an, bis wir dann links in den Dranweg einbiegen. Dieser mündet in einen kleinen Kiesweg – das Naturschutzgebiet startet.

Ab in die Natur…

Wir laufen erst einmal geradeaus, bis sich eine Wiesenlandschaft vor uns erstreckt. An der Gabelung biegen wir rechts ab. Das hohe Gras, Blumen, ein Birkenwäldchen: es ist wunderschön und wir stoßen auf einen Neuntöter, der ein ziemlich spannendes Fressverhalten hat und sich so etwas wie einen natürlichen Vorratsschrank anlegt.

Dann geht es in ein Wäldchen. Ab hier herrscht Mückenalarm. Wir haben vorgesorgt und uns mit Schutz eingerieben. Und: es sind sehr träge Mücken, die schon bei Schrittempo abgehängt werden. Aber jede kurze Pause wird nicht verziehen, sofort umringen uns die kleinen Quälgeister. Mit dem Fahrrad dürfte dieser Teil der Wanderung aber dann unproblematisch sein, die Mücken kommen mit der Geschwindigkeit einfach nicht mit.

Im Wald ist der Weg leider nicht beschildert und deshalb halten wir uns an die App: erst rechts, dann links, dann schräg rechts – ohne eine Karte oder Handy Navi ist es schwer, den genauen Weg zu finden. Irgendwann hat der (eigentlich sehr schöne und durchmischte – Wald ein Ende und wir queren die Hobrechtsfelder Chaussee.

Kunst für den Frieden

Kurz vorher und ab hier stoßen wir immer wieder auf spannende Steinkunst: die Steine ohne Grenzen. Ein wirklich wundervoll in die Natur eingebettetes Kunstprojekt für Frieden und die Völkerverständigung.

Sobald wir die Hauptstraße gequert haben und den Wald verlassen haben, lässt auch das Gesumme der Mücken nach und wir können wieder entspannt laufen und Pausen einlegen. Au dem weg begegnen wir einer Goldammer. Das Kind ist fasziniert von den schönen Federn und die Goldammer tut uns den Gefallen und bleibt ganz in unserer Nähe eine Weile sitzen, bevor sie sich wieder im Dickicht verbirgt.

Ehrlich gesagt: der Weg hier in den Hobrechtsfelder Rieselfeldern ist mein Lieblingsteil der Strecke. Mit etwas Glück stößt man beim Queren auch auf Rinder und Pferde, die zur Beweidung der Flächen eingesetzt werden.

Auch hier ist die Karte oder App zur Orientierung wichtig, denn wir biegen dann irgendwann links ein und laufen mitten durch ein Gehege. Wir haben diesmal Pech: wir stoßen lediglich auf frische Kuhfladen.

Nachdem wir dann ein in ein zweites Gehege kommen, stoßen wir auf ein kleines Hindernis: wir müssen, um weiter zu kommen, unter einem Elektrozaun durchkrabbeln. Das kleine Abenteuer ist zu Fuß sicherlich leichter zu bewerkstelligen, aber der Zaun ist nicht hoch und es lassen sich auch Räder ohne Probleme darüber heben.

Endspurt!

Weiter geht es, noch 30 Minuten, dann sind wir am See! Links von uns erstreckt sich ein Maisfeld, rechts sind Pferdeweiden und wir nehmen uns einen Augenblick und schauen den vielen Pferden bei ihrem Treiben zu. Mit dem Fahrrad könnte dieser Teil der Strecke etwas nervig werden, da der Boden sehr sandig ist. Zu Fuß aber geht es gut. Irgendwann gabelt sich der Weg und wir biegen rechts ab, um in das kleine Örtchen Gorinsee zu gelangen. Nur noch ein paar letzte Meter – und noch einmal die Überquerung über eine fette Straße, den Bernauer Damm – dann sind wir da: am Strandbad Gorinsee.

Mit Anlauf springen wir ins klare Wasser und erfrischen uns nach der langen Tour. Ein wunderschönes Wanderfinale!

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